Michelly hat geschrieben:Danke für die schnelle Antwort. Ja, einen Übersetzer bräuchten wir auch in Deutschland. Ich stelle mir es nur etwas schwierig vor alles von Deutschland aus zu organisieren - habe mir schon überlegt eine Art Wedding Planer einzustellen (ist aber sicher zu teuer). Außerdem habe ich mir über Locations Gedanken gemacht. Ich denke da an eine schöne Finca oder am Strand.... evtl. im Süden - Andalusien.... Hat jemand da Erfahrungen?
Das von Deutschland aus zu planen halte ich für fast unmöglich. Wenn es kirchlich sein soll, gibt es bei schönen Kirchen lange Wartezeiten. Evtl. sollte man an einem Freitag heiraten, da ist auch kurzfristiger was frei. Manche Kirchen sind sonst auf Jahre hinaus ausgebucht. Hinzu kommt, dass du/ihr einen Ehetauglichkeitskurs mitmachen müsst (kirchlich). Der ist bei uns zum Glïck auf einen Nachmittag zusammengekürzt worden, war aber ganz lustig. Normal sind da schon mindestens eine Woche zusammenhängend oder vier Wochenenden. Bei nur-standesamtlicher Heirat ist ein vorheriges Erscheinen vor Ort ebenfalls unumgänglich. Man muss sich kurz beraten lassen, bekommt dann einen Zettel mit den erforderlichen Papieren und muss die zu einem bestimmten Zeitpunkt einreichen. Ich hatte dort das Gefühl, dass die Papiere evtl. länger aus Deutschland brauchen als mir Zeit gegeben wurde. Letztendlich hat doch alles geklappt und in der Kirche brauchten wir nicht mal die Hälfte der geforderten Papiere.
Hochzeit am Strand, das hört sich touristisch gut an, würde doch in seiner Reinform kein Spanier so machen. Die Hochzeit ist ein gesellschaftlich hoch stehendes Ereignis. Gibt es ein Hotel am Strand, am besten mit vielen Sternen und Swimmingpool etc., dann schon. Sonst schiesst man nur die Erinnerungsbilder dort. Fincas etc. kann man sich anmieten sind aber nicht gerade günstig. Auch hier gilt es: die besten Stücke sind auf Monate oder Jahre voraus belegt. Der Freitag als Trautag hilft ungemein, wir hatten Schwierigkeiten mit dem Restaurant, als ich eine Woche vor der Hochzeit nochmal die festgelegten Bedingungen (Preis, Dauer bis frühmorgens) abklopfen wollte. Der deutsche Besitzer (ich hatte vorher mit seinem halbspanischen Sohn alles ausgehandelt) wollte auf einmal einen Zuschlag und keine Zugaben bei der Sperrstunde machen, so hab ich ihm dankend abgesagt und innerhalb einer halben Stunde per Internet noch was arrangieren können. Der hat das garnicht glauben können, meinte erst er hätte uns in der Hand.
Eine Bekannte von mir hat in einem alten maurischen Schloss auf einem der Hügel mitten in Málaga gefeiert. Das war auch der Hammer aber kostete ein Vermögen. Strandmässig wäre da evtl. auch die andalusische Atlantikküste erwähnenswert. Conil de la Frontera ist so ein Ort (wo ich im Sommer gerne Urlaub mache und mich von meinem Programmierer-Leben in Málaga erhole

, der dafür wie geschaffen ist. Oder, Hippy- und Strand mässiger Los Caños de Meca.
Es kommt halt darauf an, was du willst und wie sehr du dabei in das Umfeld passen willst.