Anrede im Spanischen

Niña, chica, guapa, mi alma. Diese kurze Liste ist eine Auswahl an möglichen Anredeformen, die ganz geläufig im Alltag benutzt werden. Wer also beispielsweise nach Sevilla reist, um dort an einem Sprachkurs teilzunehmen und Spanisch zu lernen, wir in Geschäften und auf der Straße immer wieder mit „chica“, „niña“, aber auch mit „guapa“ oder „mi alma“ angeredet. Daneben gibt es noch zahlreiche Variationen oder auch weitere Begriffe.

Das ist etwas, das wir aus Deutschland weniger kennen. Die Spanier benutzen diese Begriffe sehr natürlich und herzlich. Es ist nichts dabei, dass Personen zwischen null und 99 Jahren mit „niña“ also Kindchen oder auch als „chica“ also Mädchen angeredet werden, weder „niña“ noch „chica“ bezieht sich nicht auf das Alter, es sind liebevoll Anreden, die zum Ausdruck bringen möchten, dass dem Gegenüber etwas an einem liegt. Diese Begriffe werden von allen Bevölkerungsgruppen und Altersgruppen benutzt. Das ist nichts Ungewöhnliches, ehr das Gegenteil, man wird als Teil der Gemeinschaft angesehen.

Die Bezeichnung „guapa“ – Schöne wir meist für Frauen oder junge Mädchen benutzt, wobei das kein Muss ist. Es ist auch üblich, dass vor allem Männer Frauen auf der Straße scheinbar grundlos mit „guapa“ anreden. Das ist eine Art und Weise ein Kompliment zu machen, einfach nur so, etwas Freundliches zu sagen. Es wird keine Reaktion erwartet. Schon öfter habe ich deutsche Frauen gehört, die es als anzüglich und störend empfunden haben, derart angesprochen zu werden; andererseits habe ich auch von Spanierinnen in Deutschland gehört, dass sie sich hässlich und ungeachtet fühlen, weil ihnen eben niemand „guapa“ hinterherruft. Perspektiven und Ansichten sind eben verschieden.

Nun, zum vierten Begriff, den ich oben genannt habe: „mi alma“. Dieser Begriff wird wörtlich mit meine Seele übersetzt. Das klingt im Deutschen schrecklich und sollte nie so benutzt werden. Eine etwas bessere Übersetzung wäre Schatz. Es ist ein durchaus positiv besetzter Begriff, der etwas religiös daherkommt, aber nicht im deutschen Sinne religiös besetzt ist.

Also, derart gerüstet, auf ins Abenteuer! Eine Sprachreise ins Land, um die Sprache zu lernen oder einfach nur zu vertiefen lohnt sich zu jedem Zeitpunkt.

 

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