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Spanisch Übersetzung
Spanien und Lateinamerika
Ostern ist ein christliches Fest. Ganz strenge genommen beginnt es mit der Karwoche. Gefeiert wird die Auferstehung von Jesus Christus. Jesus wurde zum Tode am Kreuz verurteilt und seine Auferstehung bringt den Sieg des Sohnes Gottes über den Tod zum Ausdruck. Doch wo liegen die Wurzeln des Festes?
Ostern ist kein ursprünglich christliches Fest. Es gab und gibt noch heute zahlreiche Bräuche um die Feierlichkeit, die nichts mit dem Christentum zu tun haben. Zahleiche Bräuche und Symbole sind heidnischen Ursprungs, zum Beispiel die Osterhasen, Ostereier und das Osterfeuer. Auch der Begriff Ostern ist heidnisch, er stammt von Ostara ab, das ist der Name einer teutonischen Göttin der Morgenröte, sie steht für die Morgenröte und den Frühling. Dem deutschen Ostern entspricht in romanischen Sprachen Pascua. Es leitet sich angeblich vom jüdischen Passahfest ab. Dieser Begriff wird auch im Spanischen benutzt. Außerdem ist Ostern ein beweglicher Feiertag, er richtet sich nach dem Mondkalender, Ostersonntag ist der erste Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling. Das ist ein weiteres Indiz dafür, dass es sich um ein heidnisches Fest handeln muss.
Die Woche vor Ostern heißt Karwoche oder in Spanien Semana Santa. Sie beginnt mit Palmsonntag, am Tage an dem Jesus in Jerusalem eingezogen ist. Die Tage Montag bis Mittwoch sind nicht so wichtig wie Gründonnerstag, an dem das letzte Abendmahl gefeiert wird. Am Karfreitag gedenkt man des Tods Jesus von Nazareth am Kreuz. Am Karsamstag findet die Grabesruhe statt. Und Am Ostersonntag wird die Auferstehung Jesu Christi gefeiert. Es ist der Haupttag des Kirchenfestes.
In der Karwoche wird der Leiden Jesu Christi gedacht. Die heidnischen Symbole Osterhase und Osterei sind Fruchtbarkeitssymbole, die zu Frühjahrsfesten gehören. Jedes Land kennt seine ihm eigenen Osterbräuche. In der Region um Valencia isst man „monas de pascua“ das ist ein süßes Gebäck aus Mehl, Zucker, Eiern und Olivenöl. Aber auch Eier sind in Spanien wichtig. Die Gründe liegen auf der Hand, fast alle großen Kulturen, wie beispielsweise die Kelten, Griechen, Phönizier, Ägypter, Chinesen und Tibeter, glauben, dass die Welt aus einem Ei entstand. Das Ei symbolisiert das Erwachen der Natur und das sieht man im Frühling am deutlichsten. Deshalb verschenkt man auch heute noch zu Ostern Gebäck mit hart gekochten Eiern oder bemalte Eier. Das Gebäck namens „mona“ kann je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen, süß, salzig, schokoladig oder noch wieder anders.
Genießen Sie die Semana Santa und das bevorstehende Ostern!
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Wer kennt keinen Western, wie zum Beispiel, „Spiel mir das Lied vom Tod“? Klar, jeder kennt sie. Aber nur wenige wissen, dass viele dieser Filme in Andalusien gedreht wurden. In der Provinz Almeria in Andalusien liegt Europas einzige Wüste, sie ist klein, aber sie bietet viel Platz für großes Kino.
Die Gegend in Andalusien übertrifft alle Erwartungen, die der geneigte Zuschauer von Westernfilm an das Set hat. Es gibt gewaltige Felsen, im Hintergrund Bergzüge. Die Gegend ist von Minen und vom Bergbau geprägt. Der Himmel ist weit und ewig stahlblau. Die Luft flimmert von der Hitze. Der Boden ist trocken, sandig, staubig und da wächst kaum etwas. Da spürt man schon die Ungastlichkeit, die lebensbedrohliche Lage. Klar, es gibt Kakteen und die gibt es reichlich, sie sind mannshoch und sehen garstig aus. Auch trockenes Gestrüpp gibt es hie und da, nicht zu viel, aber es reicht, damit ein trockenes Knäuel vom Wind durch das Bild gefegt wird.
Tatsache ist, dass es die trockenste Region Europas ist und dass die Sonne hier mehr als irgendwo sonst scheint. Hier gibt es Pflanzen und Tiere, die es nur hier gibt und sonst nirgends in Europa, weil sie besonders hartnäckig sind und somit den widrigen Bedingungen trotzen können. Hier mag niemand bleiben, es sei denn man mag es staubig.
Es muss jedoch konstatiert werden, dass die Farbskala ist erstaunlich vielfältig ist, heller Sandstein dominiert, aber er weist farbige Flecken auf, das reicht von rötlich über grünlich hin zu dunklem braun bis schwarz. Und dieses Farbspiel wandelt sich im Laufe des Tages mehrfach, sodass die Landschaft lebendig wird und sich stetig zu verwandeln scheint. Wer sich bemüht und ganz genau hinsieht wird erkennen, dass es trotz der scheinbaren Unwirtlichkeit eine Menge Pflanzen und Tiere gibt, die man jedoch nicht ohne weiteres entdeckt. Es ist eine seltsame Begegnung mit der Natur, die gleichzeitig abstößt und anzieht.
Aber nicht nur zahlreiche Western wurden hier gedreht auch „Der Schuh des Manitu“ wurde in dieser Region gedreht. Außerdem gibt es eine Vielzahl an kleinen Orten, die direkt am Meer liegen und viele Touristen anziehen. Die Gegend ist so anders von dem, was man kennt, dass ein Besuch in Almeria wirklich eine besondere Erfahrung ist.
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Eine Möglichkeit ein Land besser kennenzulernen ist, sich mit seinen Künstlern auseinanderzusetzen. Einer der bekanntesten spanischen Künstler ist sicher Salvador Dalí. Sein vollständiger Name ist: Salvador Felipe Jacinto Dalí i Domènech, Marqués de Púbol. Ein Name der als solcher schon viel erhoffen lässt. Er wurde am 11. Mai des Jahres 1904 in dem Ort Figueres der Region Girone in Katalonien geboren und starb am 23. Januar 1989 wieder in Figueres. Sein Beruf und wohl auch seine Berufung war es als Maler, Grafiker, Schriftsteller, Bildhauer und Bühnenbildner zu arbeiten.
Dalí ist einer der bekanntesten Maler des 20. Jahrhunderts und einer der wichtigsten Vertreter des Surrealismus. Schmelzende Uhren und brennende Giraffen sind eines seiner Markenzeichen, auch wenn sie sicher nicht die Gesamtheit seines künstlerischen Schaffens präsentieren können. Sein Können in Bezug auf Technik und Malerei ist derart, dass er fotorealistisch malt. Themen, die ihn bewegen sind die Welt des Unbewussten, das Unbewusste und die Träume. Darin wird heute sein persönliches Genre gesehen. Davon ausgehend stellt er Traumwelten, Fieberträume, Religion, Personen und Ereignisse dar.
Der Künstler ist aber nicht nur für sein Werk, sondern auch für seine Exzentrik bekannt. Seine Person wird dadurch mit diversen Kontroversen konfrontiert. Seine künstlerische Ausbildung begann schon in jungen Jahren, er zeichnete und malte seit seinem 4. Lebensjahr, zuerst ohne Anleitung und Lehrer, aber das änderte sich schon bald, er besuchte Akademien und nach dem Abitur nahm er das Studium von Graphik, Bildhauerei und Malerei auf. Dort lernte er viele Künstlerkollegen kennen und der Weg in das Paris der 20’er Jahre öffnete sich ihm. Auf seiner ersten Reise nach Paris lernte er Pablo Picasso und viele weitere Künstler kennen, die Psychoanalyse lernte er noch in Spanien kennen, aber mit dem Surrealismus machte ihn Joan Miró bekannt. In der französischen Metropole hat er die russische Immigrantin Helena kennen gelernt, die seine spätere Ehefrau, Muse und Managerin wurde.
Die politischen Ereignisse in Spanien, der Ausbruch des Bürgerkrieges und die Ermordung von Federico García Lorca verschlugen das Paar in die USA. Sie kehrten aus dem Exil im Jahr 1939 zurück, zunächst lebten sie wie viele andere Künstler im Süden Frankreichs. Kehrten dann aber erst noch einmal in die USA zurück bevor sie in den 1948’ern endgültig nach Spanien zurückkehrten. Er arbeitete stetig an seinen Werken und das Geschick von Gala erlaubten es dem Paar ein Leben in Luxus zu führen. In den 1960’er Jahren stellten sie John Peter Moor als Geschäftsführer ein, der in diesem Unternehmen zum Multimillionär wurde. Die Marke Dalí war ein großer Erfolg. 1982 verlieh ihm König Juan Carlos I. den Titel „Marqués de Dalí de Púbol“. Er starb 1989. Sein Werk kann bis heute in zahlreichen Ausstellungen, Museen und Drucken bewundert werden.
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Fortsetzung: Sein nächster Film: „L’âge d’or“ (Das goldene Zweitalter – 1930) verursachte einen riesigen Skandal. Eigentlich ist es eine Liebesgeschichte, die Liebenden verweigern sich den christlichen und bürgerlichen Werten der Gesellschaft. Das hat den Unmut des Publikums heraufbeschwört. Der Widerstand gegen die Aufführung bestand, zum Beispiel, darin, dass patriotische Gruppen, wie die Liga der Patrioten, Farbbeutel auf die Leinwände warfen und damit die Filmvorführungen vereitelten. Deshalb wurde der Film verboten, was natürlich für Jubel bei den Surrealisten sorgte. Sie haben erfolgreich provoziert und dafür gesorgt, dass der Film und natürlich auch das Thema in aller Munde waren.
Buñuel ging dann nach Amerika, lernte auch hier wieder bedeutende Personen der Zeit, wie zum Beispiel Chaplin, kennen. Er kehrte zurück nach Spanien und setze das neu erworbene Wissen in neuen Filmen um. Der Bürgerkrieg trieb ihn erneut nach Frankreich, in die Schweiz und erneut in die USA. Er verbrachte seine Zeit in Hollywood und New York. Im Jahr 1946 erhielt er ein Angebot aus Mexiko. Er ging hin und schuf dort etwa 20 Filme, es war seine produktivste Zeit. Nicht alle Filme waren derart erfolgreich, besonders zu Beginn hatte er eine schwere Zeit, aber „Los olvidados“ (Die Vergessenen) wurde in Cannes mit dem Preis für beste Regie ausgezeichnet. In den 1960 er Jahren kam er zurück nach Spanien zum Arbeiten. 1966 drehte er den bekannten Film „Belle de Jour“ (Schöne des Tages) mit Catherine Deneuve nach dem Roman von Joseph Kessel. Dieser Film ist mit Sicherheit einer der erfolgreichsten und hatte den größten kommerziellen Erfolg. Seinen letzten Film drehte er 1982, „Mon dernier soupir“ (Mein letzter Seufzer), ein Jahr später war er Tod.
Themen, die Buñuel Zeit seines Lebens beschäftigt haben und die auch Einfluss in seinen Film fanden sind der Traum, das Unbewusste und auch Symbole. Weitere Aspekte, die sich wiederholen sind die Gesellschaftskritik in Bezug auf die Bourgeoisie und das Christentum. Die zeigt sich zum Beispiel in dem gezielten Tabubruch aber auch durch einen tiefgründigen Humor.
Seine Filme sind noch heute wichtig für die Tradition und den Ruf des spanischen Film.
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Wenn von spanischem Film die Rede ist, dann ist Luis Buñuel Portales eine der wichtigsten Filmemacher des 20. Jahrhunderts, die genannt werden müssen. Er wurde am 22. Februar 1900 in Calanda geboren und starb am 29. Juli 1983 in Mexiko.
Seine Bekanntheit erlangte er mit surrealistischen Filmen. Er hatte engen Kontakt zu den französischen Surrealisten um André Breton. Es gab eine enge Zusammenarbeit zwischen ihm, Breton und auch mit Salvador Dalí. Der wohl bekannteste Film dieser Epoche entstand um 1929 und heißt: „Un chien andalou“.
Schon während seines Studiums hatte er Dalí wie auch Lorca und viele weiter Künstler der Zeit in der Studentenresidenz in Madrid kennengelernt. Wer sich hier befand, war direkt am Puls der Zeit. Sie setzen sich dort alle mit Surrealismus, Psychoanalyse und vielen weiteren aktuellen Themen auseinander. Wie viele Künstler ging er in den 1920er Jahren nach Paris, dort kam es wohl zum Entschluss selbst Filme zu drehen. Buñuel wurde von vielen Künstlern beeinflusst, so zum Beispiel, von Fritz Lang (Der müde Tod), Friedrich Wilhelm Murnau (Der letzte Mann) und Sergei Eisenstein (Panzerkreuzer Potemkin). Er nahm an Kursen von Jean Epstein teil, er lernte und lernte künftige Mitarbeiter kennen. Er fühlte sich stark vom Surrealismus und den Surrealisten angezogen, was unter anderem durch sein Interesse für Traum und das Irrationale erklärbar wird. Aber auch der provokativ-antibürgerliche Skandal hat ihn wohl angezogen. Sein erster Film war: „Un chien andalou“ (Ein andalusischer Hund), es ist eine Verbindung von 2 Träumen, die er mit Dalí erarbeitet hat. Das Drehbuch hat er nach surrealistischem Vorbild in der Technik des automatischen Schreibens erstellt. Es heißt, er habe dafür gerade mal eine Woche benötigt. Der Film sollte nicht durch Symbole oder Logik erklärbar sein. Der Dreh des Films war genauso rasant wie das Schreiben des Drehbuches. Die Surrealisten in Paris, allen voran Luis Aragon und Man Ray sollen begeistert gewesen sein. Er wurde in die Gruppe der Surrealisten aufgenommen, aber auch bald wieder verstoßen.
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Es ist bekannt, dass der Stierkampf in Spanien als einzigem Land Europas noch große Bedeutung hat. Trotzdem gibt es immer mehr Stimmen, die sich gegen diesen archaischen Kampf zwischen Mensch und Natur bzw. zwischen Mann und Stier aussprechen.
In Katalonien wurde der Stierkampf im letzten Jahr gebannt. Das ging natürlich nicht ohne Kontroverse von statten, aber der Beschluss wurde gefasst. Seitdem geht es in ganz Spanien hoch her. Soll die Tradition des Stierkampfes fortgeführt werden oder nicht.
Es gab immer schwere Verletzungen bis hin zu Toten beim Stierkampf. Das ist bekannt, es scheint dazuzugehören. Federico García Lorca hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein sehr bekanntes Gedicht zum tödlichen Ausgang eines Stierkampfes geschrieben. Es ist eine Hommage n Ignacio Sánchez Méjias, der beim Stierkampf erlag und vom Stier getötet wurde. Der Titel des Gedichtes ist: „La cogida y la tarde“ der Vers: „A las 5 de la tarde“ hat aber mehr Bedeutung gewonnen als der eigentliche Titel. In diesem Gedicht wird der Stierkämpfer beschrieben und fast angebetet. Der Kampf wird als ungleich erkannt und auch dargelegt. Der Tod des Stierkämpfers wird beklagt und beweint. Das Beweinen des Todes nimmt einen großen Teil des Gedichtes ein.
An der Sicht des Stierkampfes hat sich, seit dem Tod des Helden des Gedichtes einiges geändert. Jede Arena hat eine hervorragende medizinische Versorgung, sodass verwundete Stierkämpfer schnell und bestens medizinisch versorgt werden können. Letztes Jahr wurde der Stierkämpfer Juan José Padilla von einem Stier schwer verletzt, er verlor unter anderem ein Auge, aber nach kaum 6 Monaten will er wieder in die Arena. Dieses Verhalten zeugt von einer gewissen Besessenheit, die einen Fanatiker auszeichnen. Dass Gefahren einen Anreiz für Extremsportler darstellen ist bekannt, es ist der Kick, der gesucht wird und der süchtig macht. Voyeurismus ist auch als Phänomen bekannt. Aber was wirklich erstaunt, ist dass Stierkampf noch heute als Markenzeichen Spaniens, schützenswertes Kulturgut und Tradition gefeiert werden soll. Gerade während der derzeitigen Krise wird in Spanien wieder ehr auf rückwärtsgewandte Traditionen gesetzt, als auf das nötige Fortschrittsdenken und die Zukunft.
Nichts desto trotz ist der Ruf des Stierkampfes in Gefahr. Es gibt Initiativen, die dafür plädieren, dass der Stierkampf abgeschafft wird und auch zur Nachmittagszeit aus dem Fernsehen verschwinden soll. Bisher ist es nur ein Anfang, aber dank der Krise fehlt auch Geld für den Stierkampf. Vielleicht gibt es eine Chance und Spanien bricht aus der Tradition aus.
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Viele Länder und Regionen haben ihre eigene Tradition, was den Karneval betrifft. In Deutschland ist es dir 5. Jahreszeit, der Karneval von Rio de Janeiro gehört sicher neben oder mit dem Karneval von Venedig zu den bekanntesten und touristisch erschlossensten Traditionen. Aber auch in Spanien wird Karneval gefeiert. Die bekanntesten Feiern finden in Cádiz statt.
Karneval ist das Fest in Cádiz. Die Stadt ist dafür besonders bekannt. Hier wird bei meist schon recht angenehmen Temperaturen gefeiert. Cádiz liegt direkt am Meer im Süden des spanischen Andalusien, an der Atlantikküste. Die Küstenlage hat die Geschichte und die Geschicke der Stadt bestimmt. Es ist eine der ältesten Städte Spaniens. Es gab viele Kontakte zur Außenwelt, denn, klar es ist eine Hafenstadt.
Der Karneval in Cádiz ist berühmt und weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Zu Karneval singen Chöre, gibt es originelle Kostüme, Masken und Umzüge durch die Stadt. Natürlich gibt es noch viel mehr, was man an dieser Stelle kaum alles fassen kann, aber eine Sache muss doch noch erwähnt werden. Das sind die Chirigotas. Chiriogotas sind witzige, humorvolle und auch kritische Gesänge, die in einer Art Sängerwettstreit vorgetragen werden.
Die Bewohner der Stadt sind für ihren besonderen Humor berühmt. Hier werden, ähnlich wie in Köln oder dem Rheinland Politiker, Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Politik nachgeahmt, verhöhnt und lächerlich gemacht. Die Sänger tragen ihre Lieder in einem öffentlichen Wettbewerb vor, der auch im spanischen Fernsehen übertragen wird. Natürlich sind die Späße für Außenstehende zum Teil nur schwer nachvollziehbar, aber wenn man die Personen kennt, zeigt sich der spezielle Humor klar und deutlich.
Der Karneval besteht in seiner heutigen Form etwa seit dem 17. Jahrhundert, damals versuchte die Stadt den Karneval von Venedig an Ruhm zu übertreffen. Dank des Hafens und der Schiffsmannschaften wurden die Karnevalslieder bis weit über die Landesgrenzen hinaus verbreitet. Aber auch die Einflüsse ferner Länder fanden ihren Platz im Karneval, so sind südamerikanische Rhythmen haben den Karneval von Cádiz stark beeinflusst. Der Karneval wurde zu einem unabhängigen Volksfest, das unter Franco wegen zu kritischer und satirischer Zweideutigkeiten zensiert wurde.
Jedes Jahr kommen viele Menschen aus ganz Spanien und Europa, um in Cádiz den Karneval zu feiern.
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Die Jakobuslegende und der Jakobsweg gehören zusammen. Der Name Jakobus bezieht sich auf den Apostel, der einer der 12 Jünger um Jesus Christus gewesen ist. Die spanischen Traditionen rund um den Apostel sind getrennt von denen des neuen Testaments entwickelt. In der Zeit vom 7. Bis zum 13. Jahrhundert gibt es verschiedene Überlieferungen. Zunächst wird von der Missionstätigkeit auf der iberischen Halbinsel berichtet. Dann folgt die Hinrichtung des Apostels in Jerusalem durch Herodes Agrippa I. und die Verbringung des „heiligen Leichnams“, sowie die Errichtung der Grabstätte. Im 9. Jahrhundert wurde das Grab wieder neu entdeckt, dank des Bischofs Theodomir von Iria Flavia. Der Apostel habe in die Kämpfe gegen die Araber helfend eingegriffen. Dadurch wurde die Befreiung des Jakobwegs von den Mauren durch Kaiser Karl den Großen möglich. Und verschiedene Pilger haben von Wundern des Heiligen, die er auf dem Weg verbracht haben soll.
In anderen Worten, die Jakobustradition hat sich in Spanien seit dem 7. Jahrhundert entwickelt. Besonders durch die spanischen Könige wurde er zu einem Schutzheiligen Spaniens, der die Araberinvasion bekämpft hat und er ist es auch, der den Königen die Legitimation erteilt habe.
Wo aber beginnt der Jakobsweg? Die gängigste Antwort auf diese Frage ist zu Hause. Der Jakobsweg ist eine Idee, auf dem Weg gibt es zahlreiche Herbergen, Gasthäuser, Klöster und Kirchen. Die Route ist ziemlich klar und für die Orte am Wegesrand sind die Pilger ein wahrer und vor allem wirtschaftlicher Segen. Aber nicht nur für Gläubige hält der Weg viel Sehenswertes bereit, sondern auch für Architekturinteressierte. Es gibt zahlreiche wunderbare Kirchen, die Kathedrale von Jaca und die Burgkapelle von Loarre, die beide als Vorstufen der Kathedrale von Santiago de Compostela betrachtet werden.
Dann ist da noch der theologische Einfluss, oder der Einfluss der Handwerker, Händler wie auch der Pilger selbst. Fremde Gedanken und Ansichten sind ein großer Einfluss, der nicht nur die Pilger, sondern auch die Menschen am Wegesrand kennzeichnen. Hier gibt es Versöhnung zwischen Architekturstilen, Gedanken und Ansichten. Der Weg als solcher ist nun ein Weltkulturerbe und als solches geschützt.
Das Symbol schlechthin des Jakobsweges ist die Jakobsmuschel, die als Wegweiser und als Pilgerabzeichen dient. Ursprünglich war es ein Zeichen, dass der Pilger die Reise auch wirklich hinter sich gebracht hat. Man muss hier aber auch erklärend einfüge, dass die Muschel im Mittelalter ein Zeichen von Pilgern ganz allgemein war. Auch in der Kunst und der Literatur des Mittelalters spielen Muscheln eine große Rolle.
Den Jakobsweg entlang zu pilgern ist sicher ein außergewöhnliches Erlebnis, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.
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Der Jakobsweg oder auch der Camino de Santiago ist ein Pilgerweg nach Santiago de Compostela, wo sich das Grab des Apostels Jakobus befinden soll. Santiago de Compostela selbst befindet sich im spanischen Galicien. Der Hauptweg ist eine Verkehrsachse aus dem Hochmittelalter, die sich durch den Norden des Landes zieht. Er kommt aus Frankreich über die Pyrenäen und führt durch den Norden Spaniens vorbei an Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León. Der Weg, wie er heute gegangen wird, wird seit dem 11.Jahrhundert begangen. Im 12. Jahrhundert erlebte die Jakobusverehrung ihren Höhepunkt. In Frankreich werden mindestens 4 weitere Wege gezählt, die in den Pyrenäen in den Jakobsweg münden. Lange Zeit war der Weg fast in Vergessenheit geraten und wurde erst in den 1970’er Jahren wiederbelebt. In den 1980er Jahren wurde er mehr und mehr zu einem der wichtigsten Pilgerwege, 1982 besuchte der damalige Papst, Johannes Paul II. Santiago de Compostela und im Jahre 1993 in das UNESCO-Kulrurerbe aufgenommen.
Seine erste bekannte Erwähnung stammt aus dem Jahre 1047. Es wird hierin nicht nur der Weg genannt, sondern vor allem auch gleichzeitig die Verbindung mit dem Pilgerweg zum Grabmal des heiligen Jakobus gezogen. Im Mittelalter entwickelte sich diese Grabstätte neben Rom und Jerusalem zu dem wichtigsten Pilgerort.
Die Legende besagt, dass Apostel Jakobus die Iberische Halbinsel missioniert habe und dass er im äußersten Westen bzw. fast am Ende der christlichen Welt begraben liege. Dies wurde von den Königen Asturiens und Leons ausgenutzt, sie machten Jakobus zu ihren Schutzheiligen. Bereits im Hochmittelalter sind Pilger aus der Bodenseeregion und Aquitanien scheinbar nachgewiesen. Im 11. und 12. Jahrhundert entwickelte sich unter dem Eindruck der Wiedereroberung Spaniens durch die Christen, bzw. durch die Vertreibung, der Mauren und Juden, eine Lehre von Heil und Erlösung. In der Neuzeit gingen die Pilgerzahlen deutlich zurück, es wurde wesentlich weniger gepilgert. Das änderte sich unter General Franco, der das Fest des heiligen Jakobus zu einem spanischen Nationalfeiertag machte. Im Jahr 1950 entstand in Paris die erste Jakobusgesellschaft mit wissenschaftlichem Anliegen. Seitdem erlebt der Pilgerweg eine erneute Blüte, das Symbol ist die Jakobsmuschel. Sowohl die Jakobsmuschel als auch ein gelber Pfeil sind für jeden Pilger wichtige Orientierungshilfen.
Demnächst wird an dieser Stelle über die Jakobuslegende berichtet werden.
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Es gibt viele Menschen auf der Suche wie es alljährlich viele Menschen auf dem Jakobsweg gibt. Einige sind auf der Suche nach sich selbst, andere suchen Selbstverwirklichung oder einfach nur Abenteuer. Die Gründe mögen verschieden sein, wie auch, das, was die Menschen finden.
Pilgern und Wandern gehören zusammen und der Jakobsweg ist einer der bekanntesten Wege durch Europa. Pilger sind Fremde bzw. Menschen, die sich aus religiösen Motiven auf die Wanderschaft oder eben in die Fremde begeben. Die Reise oder Wanderung, die Pilger unternehmen wird zumeist Wallfahrt genannt, der Ort den sie ansteuern ist der Pilgerort. Wanderer dagegen gehen oft lange Strecken, um Natur zu erleben und sehen ihr Tun meist als Sport, aber auch sie erfahren auf der Wanderung eine Menge über sich selbst. Das Naturerleben steht hier im Vordergrund. Es gibt viele mehr oder weniger bekannte Wanderwege, die zum Teil eine sehr lange Tradition als Handelsweg haben.
In Spanien gibt es, wie in vielen anderen Ländern Europas derartige Wege, die durch wundervolle Landschaften vorbei an einigartigen Orten führen. Wer Spanien und sich selbst besser kennen lernen möchte sollte einen der zahlreichen Reise- bzw. Wanderführer zur Hand nehmen und sich die für ihn beste Strecke aussuchen. Eine andere Möglichkeit ist es sich auf den Jakobsweg zu begeben. Es gibt verschiedene Routen. Sie können in Spanien beginnen oder von Deutschland, Frankreich oder einem anderen europäischen Land nach Spanien wandern bzw. pilgern. Die Ausschilderung ist gut. Es gibt verschiedene Schwierigkeitsgrade und viele Möglichkeiten.
So ist es beispielsweise denkbar, den Weg nach Santiago in mehreren Etappen zu laufen, gemeint sind damit nicht mehrere Tage, sondern mehrere Jahre. Es ist möglich nur Teilstrecken zu gehen. Wenn ein ungeeigneter Streckenabschnitt kommt, ist es möglich auf ein anderes Fortbewegungsmittel umzusteigen. Heute gibt es auch viele, die den Weg mit dem Fahrrad zurücklegen. Der Möglichkeiten gibt es viele, welche für Sie die passende ist, um sich selbst oder Spanien kennen zu lernen, das müssen Sie für sich entscheiden.
An dieser Stelle wird demnächst eine Beschreibung des Jakobsweges erscheinen.
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