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Valencia

Die zwiespältige Stadt

Möchte man die Hauptstadt der Comunidad Valencia besuchen, so muss man zuerst den stinkenden Industriegürtel durchqueren der die Stadt ab und zu mit Smog versorgt. Erreicht man erste einmal das Zentrum, so erlebt man eine heitere, lichte und beschäftigte Stadt mit einem schönem historischem Stadtkern mit vielen Plätzen und Promenaden. 

Nach den Griechen und Karthager siedelten hier die Römer, denen die Stadt ihren Namen verdankt, um 138 vor Christus. Später nahmen die Mauren den Westgoten die Stadt ab, um über drei Jahrhunderte später von den Christen wieder eingenommen zu werden. Im spanischen Bürgerkrieg musste die Stadt schwere Verwüstungen hinnehmen und wurde 1981 fast noch einmal zum Kriegsschauplatz als bei einem misslungenem Staatsstreich General Milan del Bosch die Panzer rollen ließ.

Trotz oder gerade wegen der bewegten Vergangenheit gibt es viele Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum.

Zum einen ist da der Plaza del Ayuntamiento, der sich mit seinen Wasserspielen und schmucken Bauwerken mit barocken Dachverzierungen sehr weltstädtisch gibt.

Zum anderen gibt es die Kathedrale. Diese wurde an Stelle einer früheren Moschee über die Jahrhunderte hinweg aufgebaut. Sie besitzt überwiegend gotische Stilelemente. Romanischen Ursprungs ist das südöstliche Seitenportal wohingegen das Hauptportal barock ist. Der Innenraum stellt ein Stilgemisch dar und beherbergt wertvolle Kunstwerke.

Auf halbem Weg zwischen dem Plaza del Ayuntamiento und der Kathedrale befindet sich der Palacio Marqués de dos Aguas aus dem 18. Jahrhundert mit einem schönen Rokokoportal aus Alabaster und einer ausgefallenen Fassade.

Das Barrio del Carmen ist das älteste Stadtviertel mit romantischen und altertümlichen Gassen welche langsam verfallen. Den Händlern ist dies nicht unverborgen geblieben und so wird die ganze Zone zurzeit renoviert und mit Galerien und Boutiquen zugepflastert. So wird wenigstens die Grundsubstanz der Häuser erhalten.

Auf keinen Fall verpassen sollte man die Fallas von Valencia, welche am 12. März starten. Begleitet wird diese durch die ersten Stierkämpfe in der spanischen Saison, sowie von unzähligen Feuerwerken, Miss-Wahlen und Feiern in den Gassen, die bis in den Morgen hinein andauern.

von Stefan Schunk

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