Smartwatches sind seit jüngster Vergangenheit eine Entwicklung, die viele sehnsüchtig erwartet hatten. Telefonieren mit einer Uhr am Handgelenk? Das gab es in den 1990ern zwar schon, aber als reine Fiktion, wenn David Hasselhoff alias Michael Knight bei Knight Rider mit seinem Wunderauto K.I.T.T. kommunizierte. Ach, wie schmachteten die Mädels David Hasselhoff an und wie sehr hassten die Jungs ihn für seine Beliebtheit. Das ist aber ein anderes Thema. Bleiben wir bei Smartwatches und werfen wir einen Blick auf die Entwicklung. Denn die erste Smartwatch wurde bereits 2003 auf der CES vorgestellt. Zwar konnte sie nicht telefonieren, navigieren oder was wir heute sonst darunter verstehen, aber sie konnte einzelne Informationen aus dem Internet laden. 2008 folgte eine Smartwatch, die immerhin mittels Bluetooth Musik auf einem Handy abspielen lassen konnte. 2011 kam eine auf den Markt, die mit Android-Handys kommunizieren konnte. Von da an, ging es stark in die Richtung zu jenen Smartwatches, wie wir sie heute kennen und lieben.

Was die Smartwatch alles kann

Eine Smartwatch bietet inzwischen einen erstaunlichen Funktionsumfang. Das beginnt beim Telefonieren, endet bei Navigation oder verschiedenen Fitness-Apps, die die körperlichen Aktivitäten überwachen. Dass die Displays mit einem genialen Farbdisplay erscheinen, ist Fluch und Segen zugleich. Wer im Winter Handschuhe anhat, verteufelt Touchscreen-Displays in den meisten Fällen. Knöpfe wirken für viele aber als veraltet. Im Zweifelsfall möchten die meisten dann doch lieber den neuesten technischen Schrei und somit ein Touchscreen. Und der zweite Nachteil der brillanten Displays: diese Smartwatches brauchen viel Strom. Der Akku muss öfter geladen werden als es bei anderen Modellen der Fall ist. Und generell trennt sich bei der Akkulaufzeit die Spreu vom Weizen. Denn diese hängt stark von den angebotenen Funktionen ab. Je mehr die Uhr kann, desto kürzer kommt sie mit einer Akkuladung aus. Das war aber von vornherein klar. Die Ausnahme sind Uhren mit größeren Akkus. Diese sind aber auch größer und schwerer. Manchmal eben schon unangenehm schwer für das Tragen am Handgelenk.

Häufiges Aufladen ist Pflicht

Entsprechend oft muss man die Smartwatch aufladen. Das geht mittels USB-Kabel zwar unkompliziert und auch schnell, aber trotzdem. Vergisst man auf das Laden, steht man in den ungünstigsten Situationen ohne Strom da. Die Uhr schaltet sich aus. Wer jetzt gerade Fitness betreibt oder über die Uhr telefonieren will, hat Pech gehabt. Der kann nun Pause machen und für ein bis zwei Stunden Automatenspiele online spielen und sein Glück versuchen.

Stromsparende Smartwatches kommen teilweise bis zu 10 Tage lang mit einer Akkuladung aus. Die Stromfresser oder jene mit kleinen Akkus, schaffen manchmal auch nur 1-2 Tage. Nun versucht Samsung den Spagat, dass sich der Akku über das Armband selbst wieder auflädt und dass die Uhr trotzdem über viele Funktionen verfügt. Ob das funktioniert?

Einem Bericht zufolge hat Samsung im Jahr 2019 ein Patent für genau das angemeldet. Es geht darum, die Fläche des Armbandes für die Stromgewinnung und Stromrückführung zu nutzen. Erst im September 2021 wurde dann eine Dokumentation publik, in der gezeigt wird, wie man das mit einer Samsung Galaxy Watch verwirklichen möchte. Interessanterweise ist es dabei nebensächlich, wie die Uhr getragen wird. Denn auf beiden Seiten des Armbandes sollen sich kleine Solarbatterien befinden. Im veröffentlichten Dokument heißt es,  man würde Quantenpunkte verwenden, um den Lichtweg zu verkürzen. Und verschiedene Solarzellentypen sorgen für einen höheren Wirkungsgrad. Die Idee dahinter: Möglichst wenig Licht sollte ausreichen, um die Smartwatch mit Strom zu versorgen.

Und wann erscheint dieses Wunderwerk?

Über das Erscheinungsdatum hält sich der koreanische Konzern noch bedeckt. Manchmal ist es besser, nicht zu viel zu versprechen. Denn ein Aufschub der Erscheinung hinterlässt immer einen schalen Nachgeschmack. Manche hoffen aber, dass die Samsung Galaxy Watch 5 schon mit dem Solarband aufwarten wird können. Ob sich das ausgeht, wissen vielleicht die Entwickler des Teams selbst. Aber selbst wenn es sich ausgeht, sollten wir frühestens im Sommer 2022 mit dem Nachfolger der aktuellen Galaxy Watch rechnen.

Solar-Smartwatches sind aber nicht nur made by Samsung

Wer nicht so lange warten will, kann aber eine Smartwatch der Konkurrenz kaufen. Das sind dann zwar keine Solar-Armbänder, sondern die Solar-Paneele befinden sich am Gehäuse, aber immerhin können diese die Akkulaufzeit schon nennenswert verlängern. Das wären beispielsweise die Instinct Solar oder die Garmin Fenix 6S Solar.

Fazit

Der Gedanke, nachhaltig Energie zu produzieren, ist löblich. Im Sinne des Klimaschutzes sollte man wirklich auch bei kleinen Geräten anfangen, Energie zu sparen. Man denke nur an Taschenrechner und ähnlichem. Ein Solarpaneel kann helfen, unglaublich viele Batterien und Akkus einzusparen. Ob ein Solararmband reichen wird, um ohne Steckdose zum Aufladen auszukommen? Das wagen wir zu bezweifeln. Aber immerhin ist es ein weiterer kleiner sinnvoller Schritt in die richtige Richtung.

Bewertung:
Total: 0 Durchschnitt: 0
Scroll to Top