Übersetzungsübungen

Dieses Thema enthält 375 Antworten und 9 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von Avatar Rea vor 11 Jahre, 1 Monat.

  • Post

    Hier ist also der gewünschte Thread. Nachdem hier angefragt und abgestimmt wurde, eröffne ich somt hier den Thread.

    Ihr habt hier die Möglichkeit, gezielt euch interessierende Texte zu behandeln und zu übersetzen, in der Gemeinschaft. Somit kommt jeder dazu, sich auch wirklich mit für ihn interessanten Themen zu befassen.

    Ich denke, mit interessantem Material und geordnet zu arbeiten ist doch nochmal etwas anderes, als das verstreute übersetzen, was wir sowieso schon machen.

    Viel Spaß

    P.S.: Bitte denkt bei Zeitungsausschnitten, Buchzusammenfassungen oder was auch immer, die ihr hier direkt einstellt, daran, die Quelle anzugeben.

Ansicht von 15 Antworten - 331 bis 345 (von insgesamt 375)
  • Replies

    @rea wrote:

    Weißt Du warum die Bezeichnung nicht in den Verbtabellen ist?

    Indefinido? Tja…das Undefinierbare 😉

    Hmmm… Ich habe in der Schule bestimmt eine tolle Erklärung dazu gehört…

    Pretérito indefinido= pretérito perfecto simple= „nur“ pretérito = „nur“indefinido

    Ich nenne es fast immer nur indefinido (und in meinen Schulzeiten wurde auch diese Bezeichnung verwendet, aber du weiss ja, keine Ahnung, ob überall so ist). In vielen Verbtabellen ist die Rede vom Pretérito perfecto simple bzw. „nur“ pretérito. Auch die Academia nennt es so.

    Für mich hängt z.T damit ab, welche Zeiten man vergleicht:

    – Unterscheidung zwischen (pretérito) imperfecto und (pretérito) indefinido
    – Unterscheidung zwischen (pretérito) perfecto simple und (pretérito) perfecto compuesto.

    Vor allem nachdem ich Deutschen etwas Spanisch beibrachte, bevorzüge ich die Unterscheidung imperfecto/indefinido, denn mmn ist das das heikelste von allen. Der perfecto compuesto wird ziemlich schnell „erkannt“.

    Ich finde dieses „perfecto simple/perfecto compuesto“ verwirrt ein bißchen Deutschmuttersprachler, da man hier nur den einen „Perfekt“ kennt. Und im Grunde genommen halte eine Unterscheidung hier für weniger wichtig. Daher rede ich (und viele andere) nur von „perfecto“ und meine damit die zusammengesetzte Form ( „he estado“ )

    cuya

    Zum Text:

    Der Anführer war in der Laune, sich das auch noch gefallen zu lassen, und rief der Alten zu ‚hol eine Flasche aus dem Keller, und zwar von dem besten.‘ Der Soldat zog den Pfropfen heraus, daß es knallte, ging mit der Flasche zu dem Jäger und sprach ‚gib acht, Bruder, du sollst dein blaues Wunder sehen: jetzt will ich eine Gesundheit auf die ganze Sippschaft ausbringen.‘ Dann schwenkte er die Flasche über den Köpfen der Räuber, rief ‚ihr sollt alle leben, aber das Maul auf und die rechte Hand in der Höhe,‘ und tat einen herzhaften Zug. Kaum waren die Worte heraus, so saßen sie alle bewegungslos, als wären sie von Stein, hatten das Maul offen und streckten den rechten Arm in die Höhe. Der Jäger sprach zu dem Soldaten ‚ich sehe, du kannst noch andere Kunststücke, aber nun komm und laß uns heim gehen.‘ ‚Oho, Bruderherz, das wäre zu früh abmarschiert, wir haben den Feind geschlagen und wollen erst Beute machen. Die sitzen da fest und sperren das Maul vor Verwunderung auf: sie dürfen sich aber nicht rühren, bis ich es erlaube. Komm, iß und trink.‘ Die Alte mußte noch eine Flasche von dem besten holen, und der Soldat stand nicht eher auf, als bis er wieder für drei Tage gegessen hatte. Endlich, als der Tag kam, sagte er ’nun ist es Zeit, daß wir das Zelt abbrechen, und damit wir einen kurzen Marsch haben, so soll die Alte uns den nächsten Weg nach der Stadt zeigen.‘ Als sie dort angelangt waren, ging er zu seinen alten Kameraden und sprach ‚ich habe draußen im Wald ein Nest voll Galgenvögel aufgefunden, kommt mit, wir wollen es ausheben.‘

    Hallo Rea,
    nein in Hildesheim war kein Gartenwetter.
    Wir hatten hier den ganzen Tag Regen. Am Mittwoch kommt der Sommer zurück, laut der Wettervorhersage.
    Na, dann werde ich noch einen Satz übersetzen, aber dann gehe ich in´s Bett.
    Buenas noches.
    Un saludo
    Helga

    Dein Bild gefällt mir sehr gut.

    Der Anführer war in der Laune, sich das auch noch gefallen zu lassen, und rief der Alten zu ‚hol eine Flasche aus dem Keller, und zwar von dem besten

    El caudillo era en el humor se dejar gustar además y llamó el anciano, “¡ve a buscar una botella al sótano!”,
    es decir del mejor.
    ❓ ❓ ❓

    @helga wrote:

    El caudillo tenía ganas de seguir el juego y gritó a la anciana: “¡ve a buscar una botella al sótano!”¡Y del mejor!

    Helga: Ich auch ❓ ❓ Der erste Satz… Ich habe ihn etwas verändert, bin aber auch nicht 100% zufrieden damit.

    cuya

    Hallo cuya,
    habe total übersehen, dass es ja eine Frau war, die den Wein holen sollte.
    Mir hat der Satz auch nicht gefallen, aber du hast das Problem wieder
    perfekt gelöst.

    Buenas noches.
    Ich wollte schon vor einer halben Stunde schlafen gehen.
    Aber nun!!!
    Dankeschön!!!
    Helga

    Der Soldat zog den Pfropfen heraus, daß es knallte, ging mit der Flasche zu dem Jäger und sprach ‚gib acht, Bruder, du sollst dein blaues Wunder sehen: jetzt will ich eine Gesundheit auf die ganze Sippschaft ausbringen.’Dann schwenkte er die Flasche über den Köpfen der Räuber, rief ‚ihr sollt alle leben, aber das Maul auf und die rechte Hand in der Höhe,‘ und tat einen herzhaften Zug. Kaum waren die Worte heraus, so saßen sie alle bewegungslos, als wären sie von Stein, hatten das Maul offen und streckten den rechten Arm in die Höhe.

    El soldado descorchó la botella que estalló, fue con la botella al cazador y dijo “ ¡Ten cuidado! te vas a llevar la sorpresa de su vida: quiero proponer un brindis a todo la chusma.“ Despues abaló la botella sobre cabezas de los bandidos, dijo “¡hacéis vivir todos, pero abrid la boca y levantad las derechas manos!“ y echó un trago sabroso. Apenas los palabras estuvieron afuerta todos sentaban inmóvil que serían de piedra, la boca abierto y alargaban alzado el brazo

    Der Jäger sprach zu dem Soldaten ‚ich sehe, du kannst noch andere Kunststücke, aber nun komm und laß uns heim gehen.‘ ‚Oho, Bruderherz, das wäre zu früh abmarschiert, wir haben den Feind geschlagen und wollen erst Beute machen. Die sitzen da fest und sperren das Maul vor Verwunderung auf: sie dürfen sich aber nicht rühren, bis ich es erlaube. Komm, iß und trink.‘ Die Alte mußte noch eine Flasche von dem besten holen, und der Soldat stand nicht eher auf, als bis er wieder für drei Tage gegessen hatte. Endlich, als der Tag kam, sagte er ’nun ist es Zeit, daß wir das Zelt abbrechen, und damit wir einen kurzen Marsch haben, so soll die Alte uns den nächsten Weg nach der Stadt zeigen.‘ Als sie dort angelangt waren, ging er zu seinen alten Kameraden und sprach ‚ich habe draußen im Wald ein Nest voll Galgenvögel aufgefunden, kommt mit, wir wollen es ausheben.‘ Der Soldat führte sie an und sprach zu dem Jäger ‚du mußt wieder mit zurück: und zusehen, wie sie flattern, wenn wir s ie an den Füßen packen.‘ Er stellte die Mannschaft rings um die Räuber herum, dann nahm er die Flasche, trank einen Schluck, schwenkte sie über ihnen her und rief ‚ihr sollt alle leben!, Augenblicklich hatten sie ihre Bewegung wieder, wurden aber niedergeworfen und an Händen und Füßen mit Stricken gebunden. Dann hieß sie der Soldat wie Säcke auf einen Wagen werfen und sagte ‚fahrt sie nur gleich vor das Gefängnis.‘ Der Jäger aber nahm einen von der Mannschaft beiseite und gab ihm noch eine Bestellung mit.

    ‚Bruder Wichsstiefel,‘ sprach der Soldat, ‚wir haben den Feind glücklich überrumpelt und uns wohl genährt, jetzt wollen wir als Nachzügler in aller Ruhe hinterher marschieren.‘ Als sie sich der Stadt näherten, so sah der Soldat, wie sich eine Menge Menschen aus dem Stadttor drängten, lautes Freudengeschrei erhuben und grüne Zweige in der Luft schwangen. Dann sah er, daß die ganze Leibwache herangezogen kam.

    ‚Was soll das heißen?‘ sprach er ganz verwundert zu dem Jäger. ‚Weißt du nicht,‘ antwortete er, ‚daß der König lange Zeit aus seinem Reich entfernt war, heute kehrt er zurück, und da gehen ihm alle entgegen.‘ ‚Aber wo ist der König?‘ sprach der Soldat, ‚ich sehe ihn nicht.‘ ‚Hier ist er,‘ antwortete der Jäger, ‚ich bin der König und habe meine Ankunft melden lassen.‘ Dann öffnete er seinen Jägerrock, daß man die königlichen Kleider sehen konnte. Der Soldat erschrak, fiel auf die Knie und bat ihn um Vergebung, daß er ihn in der Unwissenheit wie seinesgleichen behandelt und ihn mit solchem Namen angeredet habe. Der König aber reichte ihm die Hand und sprach ‚du bist ein braver Soldat und hast mir das Leben gerettet. Du sollst keine Not mehr leiden, ich will schon für dich sorgen. Und wenn du einmal ein Stück guten Braten essen willst, so gut als in dem Räuberhaus, so komm nur in die königliche Küche. Willst du aber eine Gesundheit ausbringen, so sollst du erst bei mir Erlaubnis dazu holen

    El soldado descorchó la botella de forma ruidosa, fue con la botella a donde el cazador y dijo “ ¡Pon atención! te vas a llevar la sorpresa de tu vida: quiero proponer un brindis por toda la chusma.“ Despues agitó /hizo circular la botella sobre cabezas de los bandidos, dijo “¡Viviréis, pero con la boca abierta y la mano derecha alzada!“ y bebió un trago sabroso. Apenas expresó estas palabras se quedaron todos paralizados como si fueran de piedra, la boca abierta y el brazo alzado

    Hmmm… Ich frage mich, ob es nicht besser wäre, diesen Text abzuschliessen 🙄

    cuya

    Der Jäger sprach zu dem Soldaten ‚ich sehe, du kannst noch andere Kunststücke, aber nun komm und laß uns heim gehen.‘ ‚Oho, Bruderherz, das wäre zu früh abmarschiert, wir haben den Feind geschlagen und wollen erst Beute machen.

    El cazador dijo al soldado, veo sabes todavía otras actuaciones, pero ahora vengas y nos deja volver a casa. Ay corazón de hermano lo era caminando demasiado temprano, hemos dado golpes al enemigo querremos hacer sólo el botín.

    Hi cuya, ich denke es ist doch sehr lehrreich. Die Formen, die Du heute bei mir berbessert hast, sind auch allgemein interessant. …, „dass es knallte“ hätte ich nie übersetzt, mit „dass sie ein Geräusch bildete“
    „gib acht“ habe ich im Geist fortgesetzt mit, „was ich mache..“ also auf etwas und das war im Wörterbuch angegeben mit „tener cuidado“, ebenso „etwas schwenken mit“ „abalar algo“, „das Maul auf“ ist eigentlich eine Aufforderung und ich wollte den Unterschied zur Tätigkeit (Mach das Maul auf!) und dem Zustand weiter unten „Maul offen “ übersetzen, Außerdem gibt es auch im Deutschen die Wendung „er nahm einen Schluck“ im Unterschied zu er „trank einen Schluck“, ich dachte, das geht im Spanischen auch. „kaum waren die Worte heraus “ ist auch eine häufige Wendung in der Literatur und ich freue mich, dass es eine so einfache Lösung gibt 😆 .
    Dann sind da noch Fehler, die nicht hätten sein müssen – wie fast immer bei mir, naja.
    Ich finde also bei so viel Unsicherheit kann man doch viel lernen.

    jetzt haben wir uns bis hierher durchgebissen, da schaffenw ir den Rest auch noch.

    Gruß Rea die Sture

    @ Du hast Recht Rea,
    wir machen weiter bis zum blutigen Ende.
    Un saludo Helga

    El cazador le dijo al soldado: „veo que tienes otras habilidades, pero ahora ven y volvamos/vamos a casa“. „Ay hermano de mi corazón para eso es demasiado temprano, hemos derrotado al enemigo y querremos hacer primero el botín.

    [/quote]
    Bruder/Schwesterherz= hermano/a de mi corazón, bzw. hermano/a del alma mía. (Es gibt ein Buch „Inés del Alma mía“ (Inés meines Herzens)

    „dass es knallte“ hätte ich nie übersetzt, mit „dass sie ein Geräusch bildete“

    Das habe ich auch nicht 😉 „de forma ruidosa“ ist dasselbe wie ruidosamente/ con ruido

    „gib acht“ habe ich im Geist fortgesetzt mit, „was ich mache..“

    Für mich steht „gib acht“ hier nicht im Sinne von „Sei vorsichtig“ (ten cuidado), sondern als “ schau hier und verpasse nichts“ ( bzw. sei aufmerksam/beobachte gut, was passiert)

    er nahm einen Schluck“ im Unterschied zu er „trank einen Schluck“, ich dachte, das geht im Spanischen auch

    Das gibt es auch „tomar un trago“. Aus stilistischen Gründen fand ich beber besser, da es sich (für mich!)etwas almodischer anhört.

    kaum waren die Worte heraus

    Da kann man expresar, decir, hablar, ordenar, salieron de su boca etc. verwenden. Man muss es ja immer etwas umschreiben, da wir hier anscheinend mit einer Redewendung zu tun haben.

    cuya

    Ach cuya, das ist so mit den Wörterbüchern. Da bieten die schon immer so viel an und dann ist es wieder anders. „ruido“ ist hier im Wörterbuch: Krach Geräusch, Schall usw.
    Knall ist lt. Leo estampido/estruendo und hier im Wörterbuch kommt nochestllido und trueno hinzu, aber ruido nicht. Woher sollen wir armen dann wissen, dass hier der Knall ruido ist?????

    Naja, die Hauptsache laut 😉

    Gruß Rea

    das Maul offen und streckten den rechten Arm in die Höhe.

    El soldado descorchó la botella que estalló, fue con la botella al cazador y dijo “ ¡Ten cuidado! te vas a llevar la sorpresa de su vida: quiero proponer un brindis a todo la chusma.“ Despues abaló la botella sobre cabezas de los bandidos, dijo “¡hacéis vivir todos, pero abrid la boca y levantad las derechas manos!“ y echó un trago sabroso. Apenas los palabras estuvieron afuerta todos sentaban inmóvil que serían de piedra, la boca abierto y alargaban alzado el brazo

    Der Jäger sprach zu dem Soldaten ‚ich sehe, du kannst noch andere Kunststücke, aber nun komm und laß uns heim gehen.‘ ‚Oho, Bruderherz, das wäre zu früh abmarschiert, wir haben den Feind geschlagen und wollen erst Beute machen.

    Die sitzen da fest und sperren das Maul vor Verwunderung auf: sie dürfen sich aber nicht rühren, bis ich es erlaube. Komm, iß und trink.‘ Die Alte mußte noch eine Flasche von dem besten holen, und der Soldat stand nicht eher auf, als bis er wieder für drei Tage gegessen hatte.

    Ellos están sentando sujetos y abren la boca antes asombro, ellos no pueden agitarse hasta que lo permita. “!Ven,
    comes y bebes. La anciana tenía que ir a buscar aún una botella del mejor y el soldado se levantaba que hasta el había comido de nuevo para tres días,

    Endlich, als der Tag kam, sagte er ’nun ist es Zeit, daß wir das Zelt abbrechen, und damit wir einen kurzen Marsch haben, so soll die Alte uns den nächsten Weg nach der Stadt zeigen.‘ Als sie dort angelangt waren, ging er zu seinen alten Kameraden und sprach ‚ich habe draußen im Wald ein Nest voll Galgenvögel aufgefunden, kommt mit, wir wollen es ausheben.‘ Der Soldat führte sie an und sprach zu dem Jäger ‚du mußt wieder mit zurück: und zusehen, wie sie flattern, wenn wir s ie an den Füßen packen.‘ Er stellte die Mannschaft rings um die Räuber herum, dann nahm er die Flasche, trank einen Schluck, schwenkte sie über ihnen her und rief ‚ihr sollt alle leben!, Augenblicklich hatten sie ihre Bewegung wieder, wurden aber niedergeworfen und an Händen und Füßen mit Stricken gebunden. Dann hieß sie der Soldat wie Säcke auf einen Wagen werfen und sagte ‚fahrt sie nur gleich vor das Gefängnis.‘ Der Jäger aber nahm einen von der Mannschaft beiseite und gab ihm noch eine Bestellung mit.

    ‚Bruder Wichsstiefel,‘ sprach der Soldat, ‚wir haben den Feind glücklich überrumpelt und uns wohl genährt, jetzt wollen wir als Nachzügler in aller Ruhe hinterher marschieren.‘ Als sie sich der Stadt näherten, so sah der Soldat, wie sich eine Menge Menschen aus dem Stadttor drängten, lautes Freudengeschrei erhuben und grüne Zweige in der Luft schwangen. Dann sah er, daß die ganze Leibwache herangezogen kam.

    ‚Was soll das heißen?‘ sprach er ganz verwundert zu dem Jäger. ‚Weißt du nicht,‘ antwortete er, ‚daß der König lange Zeit aus seinem Reich entfernt war, heute kehrt er zurück, und da gehen ihm alle entgegen.‘ ‚Aber wo ist der König?‘ sprach der Soldat, ‚ich sehe ihn nicht.‘ ‚Hier ist er,‘ antwortete der Jäger, ‚ich bin der König und habe meine Ankunft melden lassen.‘ Dann öffnete er seinen Jägerrock, daß man die königlichen Kleider sehen konnte. Der Soldat erschrak, fiel auf die Knie und bat ihn um Vergebung, daß er ihn in der Unwissenheit wie seinesgleichen behandelt und ihn mit solchem Namen angeredet habe. Der König aber reichte ihm die Hand und sprach ‚du bist ein braver Soldat und hast mir das Leben gerettet. Du sollst keine Not mehr leiden, ich will schon für dich sorgen. Und wenn du einmal ein Stück guten Braten essen willst, so gut als in dem Räuberhaus, so komm nur in die königliche Küche. Willst du aber eine Gesundheit ausbringen, so sollst du erst bei mir Erlaubnis dazu holen
    _________________

    Die sitzen da fest und sperren das Maul vor Verwunderung auf: sie dürfen sich aber nicht rühren, bis ich es erlaube.

    Estaban fijo alllí y abrían la boca pasmados, pero no tenemos permiso rebullir hasta lo tomo la libertad.

    Komm, iß und trink.‘ Die Alte mußte noch eine Flasche von dem besten holen, und der Soldat stand nicht eher auf, als bis er wieder für drei Tage gegessen hatte. Endlich, als der Tag kam, sagte er ’nun ist es Zeit, daß wir das Zelt abbrechen, und damit wir einen kurzen Marsch haben, so soll die Alte uns den nächsten Weg nach der Stadt zeigen.‘ Als sie dort angelangt waren, ging er zu seinen alten Kameraden und sprach ‚ich habe draußen im Wald ein Nest voll Galgenvögel aufgefunden, kommt mit, wir wollen es ausheben.‘ Der Soldat führte sie an und sprach zu dem Jäger ‚du mußt wieder mit zurück: und zusehen, wie sie flattern, wenn wir s ie an den Füßen packen.‘ Er stellte die Mannschaft rings um die Räuber herum, dann nahm er die Flasche, trank einen Schluck, schwenkte sie über ihnen her und rief ‚ihr sollt alle leben!, Augenblicklich hatten sie ihre Bewegung wieder, wurden aber niedergeworfen und an Händen und Füßen mit Stricken gebunden. Dann hieß sie der Soldat wie Säcke auf einen Wagen werfen und sagte ‚fahrt sie nur gleich vor das Gefängnis.‘ Der Jäger aber nahm einen von der Mannschaft beiseite und gab ihm noch eine Bestellung mit.

    ‚Bruder Wichsstiefel,‘ sprach der Soldat, ‚wir haben den Feind glücklich überrumpelt und uns wohl genährt, jetzt wollen wir als Nachzügler in aller Ruhe hinterher marschieren.‘ Als sie sich der Stadt näherten, so sah der Soldat, wie sich eine Menge Menschen aus dem Stadttor drängten, lautes Freudengeschrei erhuben und grüne Zweige in der Luft schwangen. Dann sah er, daß die ganze Leibwache herangezogen kam.

    ‚Was soll das heißen?‘ sprach er ganz verwundert zu dem Jäger. ‚Weißt du nicht,‘ antwortete er, ‚daß der König lange Zeit aus seinem Reich entfernt war, heute kehrt er zurück, und da gehen ihm alle entgegen.‘ ‚Aber wo ist der König?‘ sprach der Soldat, ‚ich sehe ihn nicht.‘ ‚Hier ist er,‘ antwortete der Jäger, ‚ich bin der König und habe meine Ankunft melden lassen.‘ Dann öffnete er seinen Jägerrock, daß man die königlichen Kleider sehen konnte. Der Soldat erschrak, fiel auf die Knie und bat ihn um Vergebung, daß er ihn in der Unwissenheit wie seinesgleichen behandelt und ihn mit solchem Namen angeredet habe. Der König aber reichte ihm die Hand und sprach ‚du bist ein braver Soldat und hast mir das Leben gerettet. Du sollst keine Not mehr leiden, ich will schon für dich sorgen. Und wenn du einmal ein Stück guten Braten essen willst, so gut als in dem Räuberhaus, so komm nur in die königliche Küche. Willst du aber eine Gesundheit ausbringen, so sollst du erst bei mir Erlaubnis dazu holen

    Helga irgendwie sind wir öfter mal zur gleichen Zeit an etwas dran. Diesmal warst Du eher, aber ich lasse meinen Satz auch stehen und mache dann nach Deinem weiter.

    te deseo un buen día

    Rea

Ansicht von 15 Antworten - 331 bis 345 (von insgesamt 375)

Das Thema „Übersetzungsübungen“ ist für neue Antworten geschlossen.