Im gegensatz zu --ser--,beschreibt ---éstar--- den vorübergehenden Zustand
Nun ja, man sollte sich im klaren sein, dass es im Spanischen "ser" und "estar"
zwei verschiedene Verben sind. Die allgemeine "Regel" zur Differenzierung* ist zwar hilfreich und "passt" meistens, dennoch wird es immer problematisch sein, damit
alle mögliche Verwendungen von "ser" und "estar" zu begründen. Die Sache mit Glaube und Respekt hört sich ganz nett an, aber es gibt m.E. eine "weltlichere" mögliche Erklärung dafür.
"Muerto" ist ein Partizip und zwar von "morir" (gestorben) und "matar" (töten*). Morir ist ein "intransitivo" und drückt das "aufhören zu leben" aus, daher erlaubt keine passive Konstruktion, es heißt, es steht als Partizip von "matar", d.h. "muerto" in Sinne "etwas tun, damit jemand aufhört zu leben, eine "kausale" Konstruktion der Handlung , die ihre Begründung in der Sprachgeschichte des spanischen zu finden ist
Juan está muerto ( Juan ist tot bzw. gestorben)
Juan fue muerto (Juan wurde getötet) [ein Beispiel im Präsens passt ja nicht so toll -wenn auch durchaus möglich, daher Vergangenheit]
cuya
* Muttersprachler machen daher diese Differenzierung nur dann, wenn die Tatsache "vorübergehend/nicht vorübergehend" ausgedrückt werden soll: está feliz/ es feliz
* matar hat 2 Partizipformen (muerto und matado), die je nach grammatikalischer Konstruktion Verwendung finden