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Geschichte Spaniens

Ein Überblick über die spanische Geschichte

Die Ursprünge der spanischen Völker sind bis heute umstritten. Wandmalereien in den Höhlen Cuevas de Altamira datieren auf das Jahr 11.000 v. Chr. zurück. Ab 1100 v. Chr. gründen die Phönizier Handelsniederlassungen in Spanien, ihnen folgten die Griechen ein halbes Jahrtausend später. Im zweiten Punischen Krieg erobern die Römer das heutige Spanien, das sie Hispania nennen. Sie verbreiten die lateinische Sprache und ab dem 2. Jhd. n. Chr. christianisieren sie die Halbinsel. Mit dem Zerfall des römischen Reiches fallen die Vandalen und Westgoten ein. Alles was übrig bleibt, sind ein paar Mauerreste und ein abgeschliffenes Latein, das heutige Spanisch.

711 setzen  die moslemischen Mauren über die Meerenge von Gibraltar und erobern im Laufe der Zeit die gesamte Halbinsel. Die maurischen Königreichen fördern die Wissenschaft, Kunst und Literatur. Die gegenseitige Befruchtung von Orient und Okzident führte zu einer kulturellen Blütezeit, in der Moslems, Juden und Christen weitgehend ungestört mit- und nebeneinander lebten.

Doch dies war den Christen ein Dorn im Auge und im Zuge der Reconquista eroberten sie das Land in einem Jahrhunderte dauernden Feldzug Schritt für Schritt wieder zurück. Erst 1492 wurde der letzte maurische Herrscher aus Granada vertrieben.

Wenige Monate später setzte die systematische Vertreibung der Juden ein, es war die Zeit der Reyes Católicos, die Spanien durch den Glauben vereinigten.

In dem gleichen Jahr wurde Amerika durch Kolumbus entdeckt. Unter Königen wie dem Habsburger Karl V wurden fast ganz Mittel- und Südamerika erobert. Riesige Mengen von Gold strömten nach Spanien für die Millionen von Indianer mit Tod und Sklaverei bezahlten.  Spaniens Vormachtstellung wurde schließlich 1588 beendet, als die als unbesiegbar geltende spanische Armada von den Engländern vernichtet wurde.

In der darauf folgenden Zeit misslingt der spanischen Krone der Einmarsch in England, sie verliert Portugal und die Niederlande. Durch die immensen Kriegsausgaben entgeht das Reich nur knapp dem Staatsbankrott.

1808 marschiert Napoleon ein. Jedoch behagt dies den national eingestellten Spaniern nicht und so führen sie in Guerillamanier den Unabhängigkeitskrieg. Nach sechs Jahren Besatzung haben sie die Franzosen wieder vertrieben und der König kehrt aus dem Exil zurück.

Spanien bleibt im 1. Weltkrieg neutral und 1931 wird die Republik ausgerufen. 1936 fliegt General Franco Truppen aus dem besetzten Norden Marokkos nach Spanien ein und möchte die Regierung stürzen. Damit löst er den dreijährigen Bürgerkrieg aus, dem über eine halbe Million Menschen zum Opfer fallen. Obwohl die Mehrheit der Armee für die Republik kämpft, siegt Franco und errichtet seine Diktatur. Er verbietet Parteien und Pressefreiheit, verstaatlicht Betriebe und macht den Katholizismus zur Staatsreligion - Spanien wird zum Auswanderungsland.

Als er 1975 stirbt, überträgt er die Macht dem König Juan Carlos I, der innerhalb von zwei Jahren die Demokratie errichtet. 1982 wird Spanien Mitglied der Nato. 1986 wird die nur 11 Jahre alte Demokratie Mitglied der EG. Ab da an fließen die Gelder wieder, zwar kein Gold aus Südamerika, sondern Strukturhilfen aus Brüssel. Und so ist Spanien noch heute der größte Netto-Empfänger in der Europäischen Union. Jedoch erholte sich auch die spanische Wirtschaft, die jahrelang von einer Rekordarbeitslosigkeit von über 20 Prozent und ständigen Geldabwertungen bedrängt wurde.

1998 Erfüllt Spanien die Maastrichter Konvergenzkriterien und schon bald können wir dort ab 2001 unsere Tapas und Bier in Euro zahlen. So fällt das lästige Umtauschen und Umrechnen von Peseten weg - der Urlaub macht noch mehr Spaß!

von Stefan Schunk

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