Pamplona - San Fermin Festival und Stierlaufs

Pamplona - San Fermin Festival & Stierlauf


Pamplona ist die Hauptstadt der im Norden Spaniens gelegenen autonomen Region Navarra. Bekannt ist diese Stadt vor allem für den Stierlauf, der jedes Jahr von 6. bis 14. Juli im Zuge der Sanfermines, eines alljährlichen Festes zu Ehren des Schutzheiligen San Fermin, stattfindet.

Pamplonas San Fermin Festival

Im Juli 1591 fand dieses Fest bereits zum ersten Mal statt. Musik, gutes Essen und Trinken, Theateraufführungen und Stierkämpfe, sowie Stierläufe waren und sind Hauptattraktionen dieses lustigen Treibens. International bekannt wurde es aber erst durch den Schriftsteller Ernest Hemingway, der nach einem Besuch im Jahr 1924 in dem zwei Jahre später erschienenen Buch „Fiesta“ (Original: „The sun also rises“) von Geschehnissen in Pamplona beginnend mit dem 6. Juli 1924 erzählt. Trotz vieler Verletzter und sogar Toter versammeln sich nun jährlich Scharen von Einheimischen und Touristen in Pamplona, um mit den Stieren zu laufen.

Am 6. Juli – am Beginn des Festes (Chupinazo) – versammelt man sich vor dem Rathaus, um um Punkt 12 Uhr den Abschuss von 12 Raketen und somit den Start der Sanfermines zu erwarten.

Weltbekannt durch den Stierlauf

Der gefährliche Stierlauf (Encierro) findet täglich ab dem 7. Juli um acht Uhr morgens statt. Um sieben Uhr dreißig treffen sich die abenteuerlichen Stierläufer mit ihren roten Halstüchern und roten Schärpen, um den Schutzheiligen San Fermin um einen guten Verlauf des Rennes zu bitten. Um punkt acht Uhr wird eine Rakete gezündet und die sechs Stiere und einige Ochsen, die zur Beruhigung und als Leitfigur dienen sollen, werden losgelassen. Sie laufen nun ca. 820 Meter durch die engen Gassen der Stadt in Richtung der Stierkampfarena, und vor ihnen die waghalsigen Läufer, deren Ziel es ist, möglichst knapp vor den Tieren zu rennen.

Durchschnittlich dauert der Lauf nur ca. vier Minuten; dies kann sich jedoch verzögern, wenn ein Stier sich von der Gruppe trennt. Der längste Lauf der Geschichte fand 1959 statt und dauerte dreißig Minuten. Durch die große Popularität der Sanfermines nehmen am Stierlauf immer mehr unerfahrene Läufer teil, was natürlich das Risiko steigert. Bis 2006 gab es 13 Tote, der letzte davon 1995. Über die Anzahl von Verletzten gibt es sehr unterschiedliche Zahlen; es können jedoch 50 oder mehr pro Fest sein.


Was für die menschlichen Teilnehmer am Stierlauf ein Abenteuer ist, ist für die Tiere Stress, Schmerz und Qual durch Stürze und Schläge; schlussendlich werden sie abends dann in der Stierkampfarena getötet. Immer wieder üben Tierschützer deshalb starke Kritik an dieser Tradition.

Den Abschluss der Feierlichkeiten stellt wiederum eine Versammlung vor dem Rathaus dar, wo die Menge gemeinsam ein Lied singt und wehmütig das nächste Jahr – und somit die nächste Sanfermines – erwartet.

von Silvia Steiner

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