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Das spanische Wappen
Hinter dem spanischen Wappen steckt noch mehr Symbolik und Bedeutung als
hinter den Farben der Flagge, die seit dem dem 18. Jahrhundert fast identisch
geblieben sind.
In der Mitte des Wappens liegen drei goldene Schwertlilien, das Familienwappen
der Bourbonen, aus der lange Zeit die spanischen Könige stammen. Um die drei
Lilienblumen, sind die Wappen der früheren spanischen Königreiche angeordnet,
die Ende des 15.Jahrhunderts unter der Krone vereinigt wurden. Die Burg (links
oben) steht für Castile, von dem sich auch die Amtsprache Castellano ableitet,
der Löwe für León, die verbundenen Ketten repräsentieren Navarre und die fünf
gelben und vier roten Längsstreifen symbolisieren das Königreich Aragon.
Der Granatapfel am Fuße der Flagge lässt auf das Königreich Granada schließen.
Neben der für Säulen typischen Bedeutung von tragender und stützender Kraft,
weisen die zwei auf dem Wappen abgebildeten Pfeiler, auf die Säulen des Herakles
(eingedeutscht Herkules) hin, welches im Altertum der Name für die Meerenge
von Gibraltar war. Lange Zeit wurde diese von der damals mächtigen Seemacht
Spanien kontrolliert. Bei genauerem Betrachten kann man das, als blaue Welle
angedeutete Wasser, am Fuße der Säulen, erkennen. Die Meerenge war für viele
nicht nur der Zugang zum Ozean, sondern wurde vielmehr als das Tor zum Rest
der Welt gesehen.
Das die vier Königreiche mit den Säulen verbindende Band, trägt die lateinische
Aufschrift "Plus Ultra“ ( "Darüber hinaus", "immer weiter"),
und spielt auf die Entdeckung Amerikas und die spanische Kolonialisierung
an.
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