Der zufriedene Fischer D <--> E

Hier können verschiedene Texte eingestellt werden, die als Übersetzungsübungen dienen.
Se pueden proponer textos que sirvan para practicar la traducción.

Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon uli » Sa Mai 21, 2011 11:20 am

hier eine kleine Geschichte zum Üben:

Der zufriedene Fischer

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen, schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt. Aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.
"Sie werden heute einen guten Fang machen." Kopfschütteln des Fischers.
"Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist." Kopfnicken des Fischers.
"Sie werden also nicht ausfahren?" Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit.
"Oh? Sie fühlen sich nicht wohl?" Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.
"Ich fühle mich großartig", sagt er. "Ich habe mich nie besser gefühlt." Er steht auf, reckt sich, als wollte er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. "Ich fühle mich phantastisch."
Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: "Aber warum fahren Sie dann nicht aus?" Die Antwort kommt prompt und knapp.
"Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin." "War der Fang gut?"
"Er war so gut, dass ich nicht noch einmal ausfahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen."
Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen auf die Schulter. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis. "Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug!" sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern. "Rauchen Sie eine von meinen?"
"Ja, danke."
Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen. "Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen", sagt er, "aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht sogar zehn Dutzend Makrelen fangen. Stellen Sie sich das mal vor!"
Der Fischer nickt.
"Sie würden", fährt der Tourist fort, "nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren - wissen Sie, was geschehen würde?"
Der Fischer schüttelt den Kopf.
"Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen - eines Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden...", die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, "Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfabrik, mit einem eigenen Hubschrauber herumfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anweisung geben, sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren - und dann..." - wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache. Kopfschüttelnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen. "Und dann", sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.
Der Fischer klopft ihm auf den Rücken wie einem Kind, das sich verschluckt hat. "Was dann?" fragt er leise.
"Dann", sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, "dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen - und auf das herrliche Meer blicken."
"Aber das tu ich ja schon jetzt", sagt der Fischer, "ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört."
Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, aber es blieb keine Spur von Mitleid mit dem ärmlich gekleideten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

Geschichte von Heinrich Böll
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon uli » Sa Mai 21, 2011 8:00 pm

ich fange mal an... ich hoffe ein Muttersprachler erbarmt sich und korrigiert.....
gracias de antemano :)

Der zufriedene Fischer

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen, schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt. Aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum messbare, nie nachweisbare zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.


El contento pescador

en un puerto de una costa situada al oeste de europa está un pescador pobremente vestido y medio dormido tumbado en su barco pesquero . Un turista vestido de punta en blanco en este momento pone un nuevo carrete en su cámara fotográfica para tomar una foto de este aspecto idílico: un cielo azul, el agua verde con sus nevadas olas calmadas , un barco negro, una gorra pescador. Clic. Otra vez clic y porque no hay dos sin tres y porque seguro está seguro una tercera vez: clic. Este ruido bronco, casi enemigo despierta al dormidito pescador que se levanta somnoliento , y que adormilado pesca la cajetilla. Pero antes de encontrar lo que buscaba el presumido turista le enseña la cajilla justo delante de la nariz, no le ponía el cigarillo en la boca pero lo ponía en su mano, y un cuarto clic – lo del encendedor- concluye esta cortesía apresurado. Por esa cortesía casi indiscernible, ni demostrable en su exceso, se ha producido una animosidad irritado, la cual el turista intentaba a superar/ franquear a través de una conversación porque domina el idioma nacional.
Liebe Grüsse ... Saludos
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon cuya » So Mai 22, 2011 8:21 pm

El pescador contento/feliz/alegre

En un puerto de una costa situada al oeste de europa está un pescador pobremente vestido está tumbado/ se encuentra tendido y medio dormido tumbadoen su barco (bote) pesquero . Un turista vestido de punta en blanco pone en este momento pone un nuevo carrete en su cámara fotográfica para tomar una foto de esta situación /imágen idílica: un cielo azul, el agua verde con sus nevadascalmadas olas coronadas de espuma blanca calmadas , un bote negro, una gorra de pescador roja. Clic. Otra vez clic y porque no hay dos sin tres y porque seguro es seguro una tercera vez: clic. Este ruido bronco/áspero, casi enemistoso despierta al dormidito pescador durmiente que se levanta somnoliento , y (que) adormilado pesca la cajetilla. Pero antes de encontrar lo que buscaba el presumido turista le pone una cajilla justo delante de la nariz, sin ponerle el cigarillo en la boca pero sí en su mano, concluyendo un cuarto clic – el del encendedor- concluye esta cortesía apresurada. Por esa cortesía casi indiscernible, tampoco demostrable en su exceso, se produce una animosidad irritada, la cual el turista intenta a superar a través de una conversación porque domina el idioma nacional/local.


Ich schaue gern zwischendurch...

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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon ursula » Mo Mai 23, 2011 7:41 pm

Der zufriedene Fischer
.......
"Sie werden heute einen guten Fang machen." Kopfschütteln des Fischers.
"Aber man hat mir gesagt, dass das Wetter günstig ist." Kopfnicken des Fischers.
"Sie werden also nicht ausfahren?" Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen.


"Estarán haciendo un buen comercio hoy" - Moviendo de la cabeza del pescador para decir "no ". " Pero me dijeron que el clima es favorable" Moviendo de la cabeza del pescador para decir "si". ? Por eso no se vaya al mar? Moviendo de cabeza del pescador para decir "si", subiendo de la nervosidad del turista.

uff un text dificil
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon uli » Di Mai 24, 2011 12:18 pm

Ich schaue gern zwischendurch...

Danke Cuya...

@Ursula
ja, der Text ist nicht so einfach, wie er sich anhört, ich habe auch meine Probleme damit und merke dabei, wie mein Spanisch immer weniger wird :(
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon uli » Di Mai 24, 2011 2:03 pm

Gewiss liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpasste Gelegenheit.
"Oh? Sie fühlen sich nicht wohl?" Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über.
"Ich fühle mich großartig", sagt er. "Ich habe mich nie besser gefühlt." Er steht auf, reckt sich, als wollte er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. "Ich fühle mich phantastisch."

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm sozusagen das Herz zu sprengen droht: "Aber warum fahren Sie dann nicht aus?" Die Antwort kommt prompt und knapp.
"Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin." "War der Fang gut?"
"Er war so gut, dass ich nicht noch einmal ausfahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen."


Seguro que le importa mucho el bienestar del hombre pobremente vestido, la tristeza le corroe por causa de dejar escapar la oportunidad.
„Oh?“ No se encuentra bien?“ Por fin el pescador ya pasa del lenguaje por señas a la palabra auténtico . Me encuentro excelente“, dice él. „Nunca me sentí mejor“. Se levanta, se estira como si quisiera demostrar qué cuerpo atlético tiene. „Me encuentro fantástico.“

La expresión de cara / el gesto del turista cada vez se pone más triste / infeliz, no puede contener la pregunta que (le) amenaza, por así decir, a destrozar su corazón : „ Pero por qué no sale al mar?“ La respuesta sale de inmediato y escaso.
„Porque he ido ya esta mañana . „ „ Ha sido bien la pesca?“
„Ha sido tan bien que no tengo que volver a partir, he tenido cuatro langostas en mi cesta y he pescado casi dos docenas de caballas.“
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon cuya » Di Mai 24, 2011 7:08 pm

"Hará buena pesca hoy " (Estará buena la pesca/faena) - El pescador niega con la cabeza. " Pero me dijeron que el clima es favorable" El pescador asiente con la cabeza. Es decir que no saldrá (de pesca)? Otra vez una negación con la cabeza y la nervosidad del turista subiendo


"mover/menear la cabeza" kann "negar/asentir/afirmar" (con la cabeza) sein, daher ist eine extra Erwähnung besser, vor allem hier, wo es hin und her wechselte.

Seguro que le importa mucho el bienestar del hombre pobremente vestido, la tristeza le corroe al verlo dejar escapar la oportunidad. „Oh?“ No se encuentra bien?“ Por fin el pescador ya pasa del lenguaje a señas al hablado . " Me encuentro excelente“, dice él. „Nunca me sentí mejor“. Se levanta, se estira como si quisiera demostrar qué cuerpo atlético tiene/ cuán atlético es su cuerpo. „Me encuentro/siento fantástico.“

La expresión (en la cara) del turista se pone aún más triste, no puede contener la pregunta que (le) amenaza, por así decirlo, a destrozar su corazón : „ Pero por qué no sale al mar?“ La respuesta viene de inmediato y es corta y clara.
„Porque ya he ido esta mañana . „ Ha estado/estuvo buena la pesca?“
„Ha estado tan buena que no tengo que volver a partir/ salir de nuevo, he cogido cuatro langostas en mi cesta y he pescado casi dos docenas de caballas.“


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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon uli » Mi Mai 25, 2011 4:43 pm

Gracias Cuya :D
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon ursula » Mi Mai 25, 2011 4:55 pm

Gracias cuya - der text ist echt schwierig
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Re: Der zufriedene Fischer D <--> E

Beitragvon uli » Do Mai 26, 2011 5:13 pm

Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen auf die Schulter. Dessen besorgter Gesichtsausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis. "Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug!" sagte er, um des Fremden Seele zu erleichtern. "Rauchen Sie eine von meinen?"
"Ja, danke."
Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd auf den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen. "Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen", sagt er, "aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus, und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht sogar zehn Dutzend Makrelen fangen. Stellen Sie sich das mal vor!"
Der Fischer nickt.

El pescador, ya despierta, se anima y le da al turista una palmadita en el hombro . La expresión del rostro de éste le parecía un gesto un poco desplazado /inoportuno pero de pesadumbre conmovido/emocionante . „ Incluso para mañana y pasado mañana tengo bastante!“, dice, para alivar el alma del extranjero. „Quería fumar uno de los mios?“
„Sí, gracias.“
Se meten los cigarillos en la boca, un quinto clic, y el extranjero ,moviendo la cabeza, se sienta en el borde del barco, suelta la cámara porque ya necesita las dos manos para hacer hincapié en su discurso. „Yo no quiero meterme en sus asuntos“, dice, „ pero imagínese, que usted fuera/vaya a salir una segunda, una tercera y quizás una cuarta vez, y pescara hasta diez docenas de caballas. Imagínese esto!“
El pescador asiente con la cabeza.

...der text ist echt schwierig

Ja, vor allem auch wegen dem deutschen Grammatikstil
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