Vokabeln lernen leicht gemacht

Dies ist natürlich nicht einfach und hat schon manchen Auswanderer in den Wahnsinn getrieben.



Jeder, der auswandern möchte, steht vor der Aufgabe, die Landessprache der neuen Heimat zu erlernen. Dies ist leider nicht immer ganz so einfach. Vor allem dann nicht, wenn man bereits älter ist und die Worte einfach nicht mehr im Kopf bleiben möchten. Hier gibt es aber einige Tricks, die helfen können, das Erlernte nicht so schnell zu vergessen. Diese möchten wir heute vorstellen, damit das Lernen einer neuen Sprache auch Spaß macht!

Lernen mit Apps

Wer sich auf eine neue Sprache einlässt, hat mehrere Möglichkeiten. Zum einen gibt es mittlerweile zahlreiche Apps, die das Vokabeln pauken recht einfach machen. Die meisten Apps sind so aufgebaut, dass die Worte immer wieder wiederholt werden und sie so besser im Kopf bleiben. Zudem müssen die Worte auch auf dem Smartphone geschrieben werden, was ebenfalls ein Garant ist, dass man sie besser behält.

Ein weiterer Vorteil der Apps ist es, dass sie von überall aus gestartet werden können und jeder, der gerade ein wenig Zeit hat, kann sich so zwischendrin mit der neuen Sprache beschäftigen. Sei es im Zug, bei der Fahrt zur Arbeit oder am Strand, wenn man gerade Urlaub in der neuen Heimat macht.

Auf dieser Seite erhält man einen tollen Überblick über die verschiedenen Apps, die sich zum Lernen von Spanisch oder jeder anderen Sprache eignen und welche Vor- und Nachteile sie haben. Dabei ist jede App im Grunde gleich aufgebaut und kann beim Lernen ein großer Helfer sein.

Vokabeln schreiben

Für die meisten Menschen ist es besonders wichtig, die Worte zu schreiben, damit man sie auch wirklich behält. Gerade im Spanischen ist es vor allem auch deshalb so schwer, da viele Worte mehrere Bedeutungen haben und es weiterhin für einen Gegenstand unendlich viele verschiedene Worte gibt, die nur in bestimmten Situationen angewendet werden.

Gleichzeitig gibt es im Spanischen nicht nur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, sondern gleich gefühlte 100 verschiedene Zeiten. Neben den üblichen Zeiten wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gibt es zudem noch die Zeit, die gerade ist, also das, was man gerade jetzt macht. Dann haben die Spanier eine kurze und eine lange Vergangenheit und so weiter. Um dies alles zu behalten, kann es tatsächlich helfen, die Vokabel und auch die Zeiten mehrmals aufzuschreiben.

Dabei sollte am besten immer eine Situation gewählt werden, die man auch im Anschluss beim Einkaufen oder beim Small Talk mit den Nachbarn anwenden kann. So macht es das Erlernen deutlich einfacher.

Beispiel:

  • Ich mache eine Paella – Hago una paella.
  • Ich mache jetzt eine Paella – Haciendo una paella.
  • Ich mache später eine Paella – Haré una paella más tarde.

Hier kann man sehr gut sehen, dass das Verb „hacer“ in den unterschiedlichsten Zeiten komplett anders ist. Dies kann man sich im Verb-Konjugator etwas genauer anschauen, um zu verstehen, welche verschiedenen Konjugierungen es gibt.

Dies ist natürlich nicht einfach und hat schon manchen Auswanderer in den Wahnsinn getrieben. Daher ist es besonders wichtig, immer zu versuchen die Zeiten zu schreiben und auch im Plausch mit dem Nachbar anzuwenden, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Zeit gerade die richtige ist.

Das Erlernte anwenden

Ein wichtiger Schritt zum Behalten der neuen Worte ist die Anwendung. Denn nur das Lernen alleine hilft nicht, man muss es auch anwenden und mit dem Einheimischen sprechen. Eine tolle Möglichkeit ist beispielsweise das Einkaufen. Spanier lieben es zu reden und halten immer und überall einen kleinen Plausch. Das Wetter und die Familie sind immer gute Themen, um ins Gespräch zu kommen.

Doch auch der Besuch in einer Bar ist ein Garant dafür, schnell einen Gesprächspartner zu finden, um die neu erlernten Worte anzuwenden. Selbst die Nachbarn helfen gerne dabei und freuen sich zudem immer, wenn man etwas Neues weiß und versucht einen Small Talk zu führen.

Das wirklich Schöne ist, dass die Spanier niemanden auslachen, wenn man mal etwas Falsches sagt. Im Gegenteil, sie freuen sich, wenn man versucht Spanisch zu sprechen und ihnen zeigt, dass man sich bemüht, sie zu verstehen und sich zu verständigen.

Es sei denn, es ist ein Fehler, der besonders lustig ist. Dabei machen sie sich aber nicht über die Person lustig, sondern über den „Witz“, wie dieses Beispiel zeigt.

  • Mi papá tiene 47 años. – Mein Vater ist 47 Jahre alt. (Aussprache años: anjoss)
  • Mi papa tiene 47 anos. – Meine Kartoffel hat 47 Arschlöcher. (Aussprache anos: anos)

Die richtige Aussprache ist hier wirklich entscheidend und nicht selten, kommt es gerade bei diesem Satz zu großem Gelächter. Aber aller Anfang ist schwer und wer einmal in das Fettnäpfchen getreten ist, der wird es in Zukunft garantiert nicht mehr vergessen.

Lernen mit Liedtexten

Insbesondere Jugendliche lernen mit Liedtexten sehr schnell. Klar, zum einen vergessen sie nicht so viel, wie die ältere Generation und zum anderen sind sie eben viel aufnahmefähiger. Doch gerade mit Liedtexten kann das Lernen richtig Spaß machen. Dank des Internets ist es möglich, sich die Texte in Deutsch zu übersetzen und so die Bedeutung der spanischen Texte zu verstehen.

Dabei wird auch in vielen Spanischkursen, die in Spanien stattfinden, die Musik zum Lernen eingesetzt. Dies hat den Vorteil, dass man versteht, um was es in den Songs geht und man lernt auch Phrasen kennen, die selten in einem Wörterbuch oder in einer App zu finden sind. Denn auch hier schleichen sich leider immer wieder Fehler ein, wenn es um Phrasen und Redewendungen geht.

No pegar ojo heißt zum Beispiel kein Auge zumachen und nicht geschlafen zu haben. Wörtlich übersetzt heißt dies „Kein Auge schlagen“. In vielen der Apps ist dann beispielsweise einfach der Satz: No cerré los ojos, also ich habe kein Auge zugemacht. Natürlich verstehen die Spanier dies auch. Verwenden die Spanier aber Redewendungen, was sie sehr oft tun, wird man als „Neuling“ definitiv nicht verstehen, was das Gegenüber von einem will.

Natürlich muss im Grunde jeder seinen eigenen Lernweg finden, um eine neue Sprache zu erlernen. Jeder ist verschieden und jeder hat seine individuelle Art zu lernen und sich etwas behalten zu können. Dennoch können diese Tipps sehr hilfreich sein, wenn wirklich einmal der Wurm drin ist und das Erlernte einfach nicht im Kopf bleiben will.

 

 

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22. Juli 2019