Autofahren in Spanien



Es ist kein Geheimnis, dass das südliche Temperament auch beim Autofahren dazu führt, dass es anders auf den Strassen zugeht. Bei vielen Leuten ruft die Wesensart spanischer Autofahrer Kopfschütteln hervor. Autofahren ist eben auch eine Frage des Temperaments.

Das südliche Temperament ist bekannt für seine Gefühlsaufwallungen. Die Bewohner des Nordens gelten im Vergleich als nüchterner und besonnener. Das merkt man auch immer wieder auf den Strassen. Strassen sind da um genutzt zu werden, dementsprechend werden sie zu allem benutzt, was man mit dem Auto auf der Strasse machen kann. Falls Sie sich nichts Genaues darunter vorstellen können, hier ein paar Beispiele.

Da wird lautstark gehupt, um anzuzeigen, dass etwas stört, es ein Hindernis gibt, oder aber dass man selbst in verkehrter Richtung eine Einbahnstrasse benutzt. Hindernisse gibt es zahlreiche auf der Strasse, zum Beispiel Autos, die da parken oder nur kurzfristig halten. Da wird schnell das Warnblinklicht angeschaltet und der Fahrer verlässt sein in der 2. oder 3. Reihe stehendes oder parkendes Auto. Definitionen, die in Deutschland gelten, sind hier vielleicht bekannt und auf Papier gebannt, aber werden in Spanien nicht so genau genommen.

Natürlich gibt es Regeln, aber diese scheinen oft ehr den Charakter von Empfehlungen zu haben. Das heißt, wenn Sie am spanischen Verkehr teilnehmen, achten Sie bitte genau auf das, was die anderen Verkehrsteilnehmer tun.

Bislang galt auf spanischen Autobahnen die Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h. Das hat sich geändert, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 110 heruntergesetzt worden. Erstaunen wird Sie, dass das zwar einen Aufschrei verursacht hat, aber kein Problem darstellt, die überwiegende Mehrheit der Autofahrer hält sich an die Geschwindigkeit. Tatsächlich wurde die Geschwindigkeitsbeschränkung gesenkt, um den Benzinverbrauch zu senken, aber wie es sich gezeigt hat, gab es seit der Einführung weniger schwere Unfälle und der Verkehr scheint entspannter auf den Autobahnen. Die Bilanz ist sicher eine positive, ändert aber sicher nichts am Temperament der Fahrer, noch an der Tatsache, dass jedes Land und jede Kultur seine ganz besonderen Charakteristika hat.

 

19. May 2018

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