Barcelona – die Stadt der Gegensätze

Auf 2000 Jahre mannigfaltige Geschichte blickt die zweitgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt der Provinz Katalonien schon zurück



Barcelona – Like a jewel in the sun!

Auf 2000 Jahre mannigfaltige Geschichte blickt die zweitgrößte Stadt Spaniens und Hauptstadt der Provinz Katalonien schon zurück. Und sie ist lebendiger denn je! Die Metropole hat es international zu Rang und Namen in den Bereichen Mode und Kunst gebracht. Für Urlauber ist sie der Inbegriff spanischen Lebensgefühls überhaupt. Die Stadt lockt mit Festivals und großartigen Events, ist Einkaufsparadies und Studentenhochburg. Barcelona verzaubert mit Kunst und Musik, prachtvollen Kirchen und dem einmaligen Leuchten seiner Sonnenuntergänge. Ein Tag im Grünen oder direkt am Meer, unbeschwerte Stunden im Café oder tauchen mit Haien, Barcelona hat einige Überraschungen zu bieten.

Barcelona – The wind is a gentle breeze. Die Stadt ist direkt an der Nordost-Küste Spaniens gelegen und lädt zu erfrischen Abkühlungen im Mittelmeer an heißen Sommertagen ein. Das mediterrane Klima sorgt dafür, dass es selbst im Winter noch durchschnittliche Temperaturen um 13 Grad gibt. In Barcelonas Vielfalt findet jeder das passende Programm für einen unvergesslichen Spanienurlaub!

Sehenswürdigkeiten

In Barcelona können Sie viele architektonische Meisterwerke im Stil des Modernismus, zur Zeit der Renaissance bewundern. Der wohl berühmteste Einwohner der Stadt ist nicht ohne Grund der Architekt Antoni Gaudí. Die Sagrada Famila ist das berühmteste Bauwerk der Stadt. Doch es gibt noch unzählige weitere Kirchen, Parkanlagen und Plätze, die Barcelona sehenswert machen.

Kirchen

Sagrada Família

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Die Sagrade Família ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Die Kirche befindet sich seit über 100 Jahren im Bau und wurde bis heute nicht fertig gestellt. Antonio Gaudí übernahm als Leiter 1883 den Bau der Kirche. Gaudí wollte nach eigener Angabe nach 15 Jahren den Bau abschließen. Letztendlich bastelte er bis zu seinem Tode an der Sagrada Família. Gaudí ließ sich bei der Planung und Realisierung der Kirche von der Natur leiten. Die Gestaltung der Säulen im Innenraum erinnern beispielsweise an einen Baum. Die Säulen haben einen dicken Stamm und die einzelnen Äste halten die Baumkrone. Gaudí ließ sich immer wieder neu von der Natur inspirieren, er baute also nicht nach einem strikten Plan und nach peniblen Aufzeichnungen. Diese freie Gestaltung machte den Weiterbau nach Gaudís Tod schwer, da keine konkreten Baupläne vorliegen und man nie weiß, ob dieser weitere Aufbau der Kirche auch den Vorstellungen Gaudís entsprochen hätten. Der Weiterbau wird heute mit Spenden und Eintrittsgeldern finanziert. Bevor Sie sich in den Innenbereich der Kirche begeben, sollten Sie unbedingt auch die äußere Fassade bewundern. Der detailreiche, verzierte, verschnörkelte Außenbereich fasziniert die Besucher und man kann sich kaum vorstellen welch ein Arbeitsaufwand dahinter gesteckt haben muss.

Für 6 Euro können Sie auch den Innenbereich der Kirche bewundern. Ein Besuch der Kirche lohnt sich auf alle Fälle und ist eigentlich für jeden Barcelona-Touristen ein Muss. Sie können auch die Türme der Kirche besteigen und einen herrlichen Blick auf Barcelona genießen. Der Weg nach oben über die schmale Wendeltreppe ist lang und mühsam. Für sehr heiße Tage empfehlen wir Ihnen den Fahrstuhl zu nehmen, den Sie für 1,50 Euro nutzen können.

Santa María del Mar

Als Katalonien noch große Teile des Mittelmeerraums regierte, entstand die Kirche Santa Maria del Mar. Diese Kirche besticht nicht durch punkvolle Verzierungen, Gold und Schnörkeleien sondern durch ihre Schlichtheit. Farbe findet man in der der Kirche nur an den Fenstern, ansonsten ist das Bauwerk schön schlicht. Die Santa Maria del Mar wurde zwischen 1329 und 1383 erbaut und bietet einen perfekten Platz der Ruhe und der Entspannung. Die Kirche befindet sich in der Altstadt. Von der Metrostation Jaume I ist die sie gut zu erreichen.
Santa Maria del Mar ist täglich von 9-13:30 und von 16:30-20:00 geöffnet.

Sagrat Cor

Die Kirche wurde unter dem Vorbild der Sacré-Cour zwischen 1902-1961 errichtet. Sie werden diese Kirche schon gesehen haben, bevor Sie überhaupt in die Nähe des Gebäudes gekommen sind, denn die Kirche steht in 500 Meter Höhe und überragt damit die Stadt. Die Kirche befindet sich auf dem Tibidabo und wird in der Nacht herrlich beleuchtet. Ein Ausflug zur Sagrat Cor ist auf jeden Fall lohnenswert, da Sie auf der Aussichtsplattform einen herrlichen Ausblick auf Barcelona bekommen. Eigentlich wurden zwei unterschiedliche Kirchen übereinander gebaut. Über dem Kirchenraum im Erdgeschoss befindet sich die runde Basilika.

Parkanlagen

Parc de la Ciutadella

Der Park ist einer der schönsten Parks der Stadt. Er ist ca. 30 Hektar groß und Sie finden hier den Zoo und das Parlamentsgebäude. Hier können Sie Abstand finden, vom Lärm der Großstadt, und ein wenig entspannen. Philipp V ließ 1715, nach seiner Eroberung der Stadt, eine Zitadelle errichten. 1870 wurde die Zitadelle in einen Park umgewandelt. Dort fand 1888 die Weltausstellung statt.
Sie können in diesem Park einen Nachmittag verbringen. Sie können bei einem Spaziergang entspannen, den Zoo oder das Parlamentsgebäude besichtigen. Außerdem finden Sie im Park auch die Cascada, einen prachtvollen Brunnen, der von Josep Fontserè und Gaudí erbaut wurde. Der Park ist ab 10 Uhr in der Früh bis Sonnenuntergang geöffnet.

Parc Güell

Im Parc Güell finden Sie viele meisterliche Werke von Antoni Gaudí. Der Park gehört heute zu den UNESCO Weltkulturerben. Der Park ist eine Attraktion der Stadt und lockt täglich viele Touristen an. Doch in der großen Parkanlage findet sich trotz der Menschenmenge immer noch ein Platz der Ruhe. Gaudí wurde von Eusebi Güell beauftragt den Park zu bauen. Zwischen 1900-1914 wurde der Park errichtet. Er war ursprünglich als Siedlung mit Gartenanlage geplant. Architektonische Meisterleistungen von Antoni Gaudí, eingebettet in einer wunderschönen Parkanlage, kann man hier bewundern. Hauptanziehungspunkt des Parks ist die Terrasse. Vom höchsten Punkt des Parks haben Sie einen fantastischen Blick auf die Stadt.

Öffentliche Plätze

Plaça de Sant Jaume

Zur Zeit der Römer war die Plaça de Sant Jaume das Zentrum der Stadt. Heute ist der Platz politisches Zentrum von Barcelona und Katalonien. Der Platz wird im Norden und Süden von zwei großen Gebäuden begrenzt. Nördlich befindet sich die “Palau de la Generalitat”, der Staatspalast. In dem Palast findet die unabhängige Regierung Kataloniens ihren Platz. Das pompöse Gebäude soll den katalanischen Stolz widerspiegeln. Südlich des Platzes befindet sich das “Ajuntament”, das Rathaus von Barcelona. Sie können am Wochenende die beiden Gebäude besichtigen.

Plaça del Rei

“Plaça del Rei” befindet sich im Stadtkern. Es ist ein unscheinbarer, kleiner und dennoch schöner Platz. Der Platz ist durch mittelalterliche Gebäude geschützt und bekommt auf Grund der Abgeschiedenheit sein unvergleichliches Ambiente. Am Wochenende treffen sich dort Katalonier und führen traditionelle Musik und Volkstänze auf.

Plaça d’Espanya

Der Plaça d’Espanya wird von 6 Schnellstraßen umgeben und ist ein Verkehrsknotenpunkt der Stadt. Er zählt zu den größten Plätzen Barcelonas. Auf dem Platz fanden früher öffentliche Hängungen stand. Das Denkmal “España Ofrecida a Dios” befindet sich in der Mitte des Platzes. Ein Highlight ist der riesige Brunnen im Zentrum, der in manchen Nächten sogar beleuchtet wird.

Modernisme Bauten

Casa Milà

Das Casa Milà wird auch “La Pedrera” genannt und ist eins der letzten großen Projekte, die Gaudí konstruiert hat. Es steht auf der Passeig de Gràcia im Viertel Exeimple und wurde von 1906-1910 errichtet. Von Außen sticht das Haus durch die wellenförmige Fassade heraus. Dies erweckt den Eindruck, als sei das Haus direkt aus einem riesigen Felsen gemeißelt. Pere Milà beauftragte Gaudí ein Mietshaus zu errichten. Die Frau von Pere Milà war nie ganz zufrieden mit dem Erscheinungsbild und ließ nach dem Tod Gaudís den kompletten ersten Stock im konventionellen Stil Ludwig XVI errichten. Es besteht die Möglichkeit das Haus zu besichtigen. Dabei können Sie die wunderschöne Dachterrasse und eine über 100 Jahre alte, komplett eingerichtete, Wohnung besichtigen. Der Besuch des Hauses ist von Montag-Freitag von10:00-20:00 möglich. Der Eintritt beträgt 6 Euro.

Casa Battló

Das Casa Battló können Sie nicht besichtigen. Es ist aber allein schon von auf Grund der prachtvollen Fassade sehenswert. Das Gebäude befindet sich am “Passeig de Gràcia” und wurde 1877 errichtet und von 1904-1906 von Antoni Gaudí komplett umgebaut. Die äußere Fassade, die Balkongeländer und die Säulen wirken beim ersten Hinsehen wie ein Skelett.

Kultur

In Barcelona können Sie Tag und Nacht etwas erleben. Die einzigartige Architektur, viele Museen und historische Plätze locken Jahr für Jahr Menschen aus aller Welt in die Stadt. Hier gibt es kulturell viel zu entdecken und viel zu sehen.

Museu Del Temple Expiatori De La Sagrada Familia

Die Architektur Barcelonas ist geprägt vom berühmten Stil Antoni Gaudís. Durch Gaudís zahlreichen Bauwerke wurde die Stadt zu einer Metropole für Kunst und Architektur. Sein wohl größtes Projekt und bekanntestes Bauwerk ist die Sagrada Familia. Der Bau dieser Kathedrale begann im Jahr 1882. Sie ist bis heute nicht fertig gestellt.

Der Innenraum der Sagrada Familia beherbergt ein Museum. Das Museum gibt Einblick in die Geschichte der Kirche und in das Leben Gaudís. Außerdem wird hier ein Modell der Kirche gezeigt, wie sie im Jahr 2026 aussehen soll. In dem Jahr soll die Kirche endgültig fertig gestellt werden. 2026 ist auch der 100. Todestag von Antoni Gaudí.

Die Öffnungszeiten des Museum: In den Sommermonaten von April bis September hat es von 09:00-20:00 geöffnet. In den Wintermonaten von Oktober bis März von 09:00-18:00. Der Eintritt beträgt 10 Euro.

La Pedrera

La Pedreara ist eins der berühmtesten Bauwerke von Antoni Gaudí und ist heute Standort eines der wichtigsten Museen der Stadt. Das Museum stellt Zeichnungen aus der Zeit der Renaissance und eine Sammlung moderner Gemälde aus. In der Vergangenheit war das Haus bei Mietern unbeliebt. Die Menschen hatten die Befürchtung, dass auf Grund der wellenförmigen Wände die Möbel nicht reinpassen würden. Das Haus war daher schwer zu vermieten. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro. Es ist ab 09:00 geöffnet und schließt je nach Jahreszeit.
La Pedrera
Provenca 261-265
08008 Barcelona

Barcelona Zentrum der Zeitgenössischen Kultur (CCCB)

Das Centre de Culture Contemporània de Barcelona ist ein weiteres Museum der Stadt. Das Museum ist besonders bei Kennern der zeitgenössischen Kunst sehr beliebt. In dem Museum finden Sie viele verschiedene Stilrichtungen und Kunstarten. Arbeiten der Fotografie, Malerei, Bildhauerei oder Fresken aus der ganzen Welt werden hier ausgestellt. Diese Vielseitigkeit und die ständig wechselnden Ausstellungstücke machen das Museum bei Besuchern so beliebt. Der Eintritt beträgt 6 Euro
Barcelona Zentrum der Zeitgenössischen Kultur (CCCB)
Montalegre 5
08001 Barcelona
Öffnungszeiten: Dienstag-Sonntag 11:00-20:00, Donnerstag sogar bis 22:00.

Museum d’Història de Catalunya

Sie möchten mehr über die Geschichte Kataloniens erfahren? Dann besuchen Sie das Muesumd’Història de Catalunya. Dort erfahren Sie in unterschiedlichen Ausstellungen viel über die verschiedenen Ereignisse der Vergangenheit Kataloniens. Es gibt dort viele Exponate, die es gestatten, interaktiv mit dem Ausstellungsstück umzugehen. Diese Tatsache macht einen Besuch des Museums so attraktiv. Der Eintritt beträgt 4 Euro.
Museum d’Història de Catalunya
Pl Pau Vila 3
Palau de Mar
08003 Barcelona
Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 10:00-19:00, Mittwoch bis 20:00

Museum Nacional d’Art de Catalunya

Das Museum Nacional d’Art de Catalunya liegt in einem Barock-Palast, dem Palau National. Das Palau National wurde zur Weltausstellung 1929 erbaut und im Sommer 1997 nach einer kompletten Renovierung wiedereröffnet. Das Museum ist das größte der Stadt. Dort werden über 260.000 verschiedene Kunstgegenstände ausgestellt. In einem Großteil des Museums werden unterschiedliche Freskenmalereien augestellt.

Hier finden Sie die weltweit größte Sammlung von romanischen Fresken, die aus vielen romanischen Kirchen stammen. Sie können zu jedem Stück Informationen über die Kirche nachlesen, aus der die jeweiligen Fresken stammen. Neben den romanischen Fresken finden Sie auch gotischer Fresken, Statuen und einzelne Werke aus dem Barock und der Renaissance in dieser Abteilung. Außerdem besitzt das Museum auch eine große Sammlung katalanischer Kunst des 19. und 20. Jahrhundert. Dabei können Sie die verschiedenen kunstgeschichtlichen Phasen nachvollziehen. Vom Neoklassizismus bis hin zum Modernismus. Der Eintritt kostet 8,50 Euro gilt allerdings für 2 Tage.

Museum Nacional d’Art de Catalunya
Parc de Montjuic
08038 Barcelona
Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag 10:00-19:00, Sonn-undFeiertage 10:00-14:30

Seefahrtmuseum

Wenn Sie mehr über die Seefahrtgeschichte der Stadt erfahren wollen, können Sie das Museum Maritim besuchen. Das Museum beleuchtet Barcelona, als wichtiger Hafen-und Handelsstandort in der Zeit von 1750-1850. Viele verschiedene Seefahrtgegenstände können hier bewundert werden. Nach der Besichtigung des Museums können Sie sich noch die im Hafen stehende Statue von Christoph Kolumbus besuchen.

Museum Maritim
Av Drassanes
08001 Barcelona
Öffnungszeiten: Montag-Sonntag 10:00-20:00

Museu Futbol Club Barcelona

Für jeden Fußballfanatiker ist der Besuch des Museum des FC Barcelonas ein Muss. Sie können hier bis zu 100 Jahre alte Sportgeräte des Vereins bewundern. Der Preis der Eintrittskarten kann variieren. Je nach dem, welche Eintrittskarte Sie kaufen, haben Sie einmal neben dem Museum Zugang zum Spielfeld oder Sie haben noch zusätzlich die Möglichkeit die Umkleidekabinen, den Pressekonferenzbereich und die Ehrenloge zu besichtigen. Die Eintrittskarten kosten 8,50 Euro bzw.13 Euro.

Museu Futbol Club Barcelona
Aristides Maillol
Eingang Nr.7
08028 Barcelona
Öffnungszeiten: 14.April-12.Oktober, 10:00-20:00
13.Oktober-13.April, 10:00-18:30
Sonn-und Feiertage, 10:00 bis 14:30

Fundació Joan Miró

Fundació Joan Miró wurde 1975 vom Künstler selbst gegründet. Das Museum zeigt mehr als 11.000 Werke von Joan Miró. Sie bekommen einen Einblick über die künstlerische Weiterentwicklung von Miró innerhalb eines Zeitraums von über 50 Jahren. Der Eintritt liegt bei 8 Euro.

Mueseu Joan Miró
Avinguda de Miramar
Barcelona
Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag, 10:00-19:00, zwischen Juli und September bis 20:00
Donnerstag, 10:00-21:30
Sonntag, 10:00-14:30

Museu Picasso

Neben Antoni Gaudí war auch Pablo Picasso ein berühmter Einwohner der Stadt. Er lebte und arbeitete seit seinem 14. Lebensjahr in der Stadt. In dem Museum können Sie die wichtigsten und schönsten Werke des Malers bewundern. Der Eintritt liegt bei 9 Euro
Museu Picasso
Calle Montcada 15-23
Barcelona
Öffnungszeiten: Dienstag-Samstag, 10:00-20:00
Sonntag, 10:00-15:00

Geschichte

Die Geschichte Barcelonas kann man nicht als reine Geschichte der Stadt bezeichnen. Es ist vielmehr auch eine Geschichte Kataloniens und zum Teil auch eine Geschichte Spanien. Genau so wenig wie man von einer Geschichte Berlins sprechen kann, ohne dabei ganz Deutschland einzubeziehen kann man von einer reinen Geschichte der Stadt Barcelona sprechen.

Der Beginn Barcelonas

Die genauen Ursprünge der Stadt sind unbekannt, sowie die Gründungslegenden über die Entstehung der Stadt vielfältig sind. Archäologische Fakten beweisen, dass bereits in der Jung-und Kupfersteinzeit das Gebiet besiedelt war. Damit gehört die Region zu den ältesten Siedlungsgebieten der Menschheit. 218 vor Christus eroberten die Karthager unter Hannibal Barkas das Land. Zuvor gehörte den Karthagern nur das Gebiet rund 150 km südlich von Barcelona. Die Gründung Barcelonas wird heutzutage mit der Besetzung der Karthager datiert.

Unter den Römern

Ab 200 vor Christus begannen die Römer Gebiete in der Region einzunehmen. Die Römer eroberten nach und nach weite Teile der iberischen Halbinsel. Die erste besetzte Zone war der nördliche Teil der Halbinsel und diente in den folgenden Jahren als Ausgangspunkt für weitere Eroberungen. Die Römer ließen sich zwar in der Region Barcino nieder, dies Gebiet war für sie aber weniger von Bedeutung. Der Name der Stadt Barcino wurde erst gegen Ende der Herrschaft Augustus’ festgelegt. Die gute Lage der Stadt führte zu schnellster wirtschaftlicher Entwicklung im Land.

Die Westgoten

Das westgotische Königsreich herrschte im 5. Jahrhundert nach Christus über das Gebiet rund um und in Barcelona. Für die Westgoten war Barcino ein bedeutendes Zentrum. Im 7. Jahrhundert kamen die Mauren über die Costa del Sol ins Land und nahmen große Teile der iberischen Halbinsel in B esitz. Tarragona wurde von den Mauren nahezu komplett zerstört, um schlimmeres zu verhindern ergab sich das heutige Barcelona und stand seitdem unter der Herrschaft der Mauren. Die Regierungsgewalt der Mauren in der Region dauerte ca. ein Jahrhundert.

Die spanische Mark

Sohn Karl des Großen, Ludwig der Fromme eroberte 801 die Stadt. Die Stadt war die südlichste Eroberung und war damit die Grenzlinie zwischen den maurisch und den fränkisch beherrschten Gebieten. Die Grenzregion wurde als Spanische Mark bezeichnet. Die Franken boten einen Gegenpol zu den Mauren, die sich auf der Insel ausbreiteten. Ludwig der Fromme setzte verschiedene Grafen ein, die das Gebiet der Spanischen Mark verwalten sollten. Als der letzte Graf von Barcelona, Wilfried I. 897 starb wurden seine Besitztümer auf seine zwei Söhne aufgeteilt. Damit begann in der Region der Erbadel. Barcelona war in der Regel leicht zu verteidigen und besaß sehr gute Wehranlagen. Diese Vorrausetzungen und die steigende Autorität des Herrschers der Stadt ließ Barcelona an Macht gewinnen.

“Die Krone Aragonien”

Eine Staatsgemeinschaft entstand 1137 zwischen Aragonien und dem heutigen Katalonien und die Gemeinschaft wurde dadurch im Hoch- und Spätmittelalter zur stärksten Macht im Mittelmeerraum. 1137 besiegelte ein Ehevertrag zwischen dem Graf von Barcelona und der Thronerbin von Aragonien die Staatsgemeinschaft. Dieser Ehevertrag wurde als “Krone von Aragonien” bezeichnet und Barcelonas Macht konnte weiter ausgebaut werden. Viele Häfen und eine riesige Handelsflotte waren wichtige Einkommensquellen und Machtmittel der Stadt.

Nach der Entdeckung von Amerika sank die Macht der Stadt jedoch rapide und der wirtschaftliche und politische Mittelpunkt rückte nach Madrid. 1714 war kein gutes Jahr für die Bewohner von Barcelona. Französische Truppen besetzten die Stadt und dies führte dazu, dass sich die katalanische Bevölkerung nicht mehr selbst verwalten durfte.

Die Moderne kehrt ein

Im 19. Jahrhundert ereilte die Stadt ein immenser wirtschaftlicher Aufschwung. Die Wirtschaft in Spanien war im Wesentlichen von Landwirtschaft geprägt. In Barcelona und in ganz Katalonien entwickelte sich jedoch eine effektive Textilindustrie, sodass sich das Gebiet wirtschaftlich vom restlichen Land absetzen konnte. Diese immer weiter steigende Macht entwickelte bei den Katalanen ein neues Selbstwertgefühl. Die Stadt wurde zu einer der bedeutendsten Städte Spaniens, dies führte dazu, dass sich viele einflussreiche Leute der Politik hier niederließen. Ende des 19. Jahrhunderts fand in Barcelona eine Weltausstellung statt. Diese führt zur enormen Ausdehnung der Stadtfläche. Die Stadt erfuhr eine Neubelebung als kulturelles Zentrum des Landes. 1929 fand eine zweite Weltausstellung statt, die den Bau der U-Bahn und die weitere Urbanisierung der Gegend vorantrieb.

Bürgerkrieg

Der spanische Bürgerkrieg wütete zwischen 1936-1939. Bei dem Krieg, zwischen den Republikanern und den Putschisten unter der Leitung Francisco Francos, spielte Barcelona eine zentrale Rolle. In Barcelona lebten viele Anhänger der republikanischen Regierung. 1938 war Barcelona von vielen Luftangriffen betroffen. Ab 1939 herrschten endgültig die Truppen Francos über die Stadt.

Die Franco-Ära

Auf Grund des massiven Widerstands der Katalanen während des Bürgerkriegs hatte die Besatzung durch Franco verheerende Folgen für die Menschen in Barcelona. Der Gebrauch der katalanischen Sprache wurde unterdrückt. Damit wurde ein großer kultureller Bereich verdrängt. Barcelona blieb jedoch weiterhin ein wirtschaftliches und industrielles Zentrum der Stadt. Viele Einwanderer kamen in die Region, sodass sich die Stadt weiterhin flächenmäßig ausdehnte und eine weitere Entwicklung des U-Bahn und Straßennetzes stattfand. Die Zuwanderung aus unterschiedlichen Teilen Spaniens hatte jedoch zur Folge, dass die katalanische Kultur noch mehr verloren ging. Barcelona zählt heute zu den modernsten Metropolen in Europa und nimmt zum Teil sogar eine Vorreiterstellung in den Bereichen Mode, Kultur und Architektur ein. Heutzutage zählt Barcelona zu den modernsten Metropolen Europas und hat in den Bereichen Mode, Kultur und Architektur eine Vorreiterposition eingenommen. Barcelona gilt, trotz der großen Verdrängung der Kultur, als ein Symbol für das katalanische Leben

Ziele in der Umgebung

Barcelona ist Hauptstadt Kataloniens und liegt auf der iberischen Halbinsel. Die kulturelle Vergangenheit von Katalonien können Sie bei verschiedenen Ausflügen in der Umgebung erkunden. Doch auch andere Sehenswürdigkeiten können Ziel eines Ausflugs werden.

Tarragona

Tarragona ist eine Stadt die knapp 100 km von Barcelona entfernt liegt. Die Römer eroberten diese iberische Stadt und machten die Stadt zur Hauptstadt. In Tarragona finden Sie viele römische Denkmäler, wie zum Beispiel das Amphitheater, den Cirus, das Forum Romanum oder den Triumphbogen Arc de Berà. Überreste der alten Stadtmauern umgeben die heutige Altstadt. Museen in der Stadt sind außerdem Anziehungspunkt für viele Besucher.
Von Barcelona kann man mit dem Zug fahren. Die Fahrt dauert ca. 1 Stunde.

Kloster Montserrat

Das Benediktinerkloster Montserrat liegt mit dem Zug 1,5 Stunden von Barcelona entfernt. Das Kloster liegt auf dem 1200 Meter hohen gleichnamigen Berg. Es wird auch als geistliches Zentrum Kataloniens bezeichnet. und gilt als wichtiger Wallfahrtort vieler Katalonier. Das Kloster bleibt für viele unvergessen, da es sich dem Franco-Regime widersetzte. Die Gläubigen hielten trotz ausdrücklichen Verbots ihre Messen auf Katalanisch ab und sprachen auch noch weiterhin in ihrer Muttersprache. Außerdem versteckten Sie hunderte Verfolgte des Franco Regimes. Dieser Widerstand kostete 20 Mönchen das Leben.

Heutzutage kommen einige Besucher zum Kloster. Viele wollen jedoch einfach nur den wunderschönen Ausblick genießen, den man auf das katalonische Hinterland hat. Außerdem hat das Kloster noch ein Museum, in dem Kunstwerke von Dalí, El Greco, Monet und weiteren zu bestaunen sind.

Sitges

Sitges ist eine kleinere Stadt und liegt 35 Kilometer südwestlich von Barcelona, direkt am Meer. Sie erreichen Sitges von Barcelona mit dem Zug. Dieser fährt vom Hauptbahnhof Sants alle 20 Minuten. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten. Die schönen Strände locken jährlich tausende Touristen in die Stadt. Die Küstenstadt liegt an der Costa Dorada zwischen dem Parc National del Garraf und der Stadt Vilanova i la Geltrú. Viele kleine Bars, Cafés, Restaurants und Kneipen liegen in der Altstadt. Dort lässt sich ein gemütlicher Abend verbringen, wenn man eher Lust auf Tanzen und Party hat, kommt man in der Stadt genau so auf seine Kosten.

Figueres

In der Provinz Girona liegt die Stadt Figueres und zählt ca. 35.000 Einwohner. Sie ist der Geburtsort des berühmten Künstlers Salvador Dalí und das Dalí Museum Figueres’ zieht jedes Jahr viele Touristen und Kunstkenner in die Stadt. Das Museum kostet ca. 10 Euro Eintritt. In den Sommermonaten(Juli-September) 09:00-19:15, in den Wintermonaten (Oktober-Juni) von 10:30-17:15. Sie können Figueres von Barcelona mit dem Zug erreichen.

Castelldefels

Castelldefels ist eine kleine Stadt, in direkter Nähe von Barcelona. Die Stadt ist ein beliebter Ausflugsort, da sie unmittelbar an einem schönen Sandstrand liegt und in der Stadt eine Burg, viele kleine Kirchen und mittelalterliche Türme zu besichtigen sind. Die Kleinstadt liegt südwestlich von Barcelona und ist ca. 20 Kilometer von Barcelona City entfernt. Mit dem Zug erreichen Sie Castelldefels in ca. 25 Minuten.

Lloret de Mar

Mit Lloret de Mar verbinden viele junge Leute Party, Sonne und Strand. Die Stadt liegt ca. 70 Kilometer nordöstlich von Barcelona. Neben dem Ruf als Partyhochburg hat die Stadt jedoch eine jahrtausend alte Geschichte, die für viele Urlauber leider in den Hintergrund rückt. Sie können hier viel über die katalanische Kultur erfahren. Eine mittelalterliche Festung, Sant Joan, befindet sich beispielsweise auf einem Hügel in Lloret de Mar. Die im 11. Jahrhundert erbaute Festung ist heute Standort eines Museums über katalanische Lebensweise im Mittelalter. Außerdem kann man in der Stadt die Pfarrkirche Sant Romà bewundern. Die Kirche wurde 1522 eingeweiht und ist ein klassischer Vertreter des katalanischen Jugendstils.

Girona

Girona liegt im Nordosten Spaniens und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Es gibt zwei Schreibweisen für den Namen der Stadt. Einmal die spanische “Gerona” und die katalanische “Girona”. Die Stadt hat eine lange Geschichte. Die Ursprünge der Stadt liegen bei den Römern. Im 6. Jahrhundert kamen die Goten ins Land. Bis heute sind Teile der Stadt jüdisch geprägt. Jüdische Siedler kamen erstmals um 900 ins Land. Ab 1939-1975 herrschte das Franco-Regime über die Stadt.

Die farbenfrohe Altstadt lädt zu einem entspannten Bummel ein. In den engen Gassen kann man sich allerdings leicht verlaufen. Die Kathedrale Santa Maria, die zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erbaut wurde beherbergt im Inneren ein kleines Museum. Bäder, die teilweise noch aus der Zeit der Mauren stammen, sind das Aushängeschild der Stadt. Sie können von Barcelona den Zug nehmen, um in die Stadt zu kommen. Die Fahrt dauert eine gute Stunde und kostet ca. 6 Euro.

Facts & Figures

Klima

In Barcelona herrscht typisches, mediterranes, Mittelmeerklima. Das ganze Jahr über herrscht mildes Klima. Die Berge, in unmittelbarer Nähe der Stadt gelegen, schützen Barcelona vor kalten Winden. Die Temperaturen sind das ganze Jahr über angenehm. Höchsttemperaturen werden zwischen Mai und August erreicht. Dies sind auch die typischen Reisemonate. Der Sommer weist ein arides und warmes Klima auf. Das Thermometer steigt oft über die 30° Grenze. Eine leichte Meeresbrise, die oft in Barcelona zu spüren ist, machen die heißen Tage jedoch erträglich. Im Winter wird es kühler, die Temperaturen fallen allerdings meist nicht unter angenehme 12°C.

Ärzte/Krankenhäuser

Wenn Sie in Deutschland gesetzlich krankenversichert sind können Sie auch im Ausland Leistungen wie zum Beispiel ärztliche Versorgung oder Krankenhausbehandlung in Anspruch nehmen. Die Versicherungen empfehlen jedoch auch eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen, da einige Leistungen von den Kassen ansonsten nicht getragen werden. Bei leichten Erkrankungen im Ausland suchen Sie zunächst eine Apotheke auf. Medikamente auf Rezept werden mit einer Zuzahlung von 40% ausgestellt. Die Apotheken haben zu den normalen Ladenöffnungszeiten auf. In der Nacht lässt sich immer eine Notdienstapotheke finden. Wenn es doch ernster ist und Sie ein Krankenhaus aufsuchen müssen, haben wir hier einige Adresse von Krankenhäusern in Barcelona aufgelistet:

Vall d’ hebron Krankenhaus-General
119-129, Horta-Guinardo,
08035 Barcelona.

Hospital del Mar
Passeig Marítim (La Barceloneta) 25-29,
08003 Barcelona

Centre Peracamps
Avenida Drassanes, 13-15,
08001 Barcelona

Hospital de l’Esperança
Sant Josep de la Muntanya, 12,
08024 Barcelona

Einwohner & Co

Barcelona ist die zweitgrößte Stadt in Spanien, sie zählt ca. 1,5 Millionen Einwohner und ist die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft Kataloniens. Die Stadt liegt im Nordosten an der spanischen Mittelmeerküste. Barcelona und Umgebung weist eine Bevölkerungszahl von ca. 5 Millionen Menschen auf. Die Bewohner der Stadt sind gastfreundlich und offenherzig. Die Menschen sind sehr stolz auf ihre katalanischen Ursprünge und pflegen diese Kultur in Wort und Schrift. In Barcelona müssen Touristen sich den Lebensweisen der Einheimischen anpassen. Bei der täglichen Siesta sollte nicht gestört werden.

Öffnungszeiten
Während die Menschen in Spanien ihre “Siesta” halten, haben auch die meisten Geschäfte geschlossen. Zwischen 13 und 17 Uhr herrscht in Barcelona also Mittagsruhe. Die Geschäfte haben von Montag bis Samstag von 9:30-13:30 und von 16:30-20:00 geöffnet. Die Supermärkte haben Öffnungszeiten von 10:00-21:00, einige bis 22:00. Einkaufzentren haben teilweise auch am Sonntag auf. Restaurants, Cafés und Kneipen halten tagsüber keine Siesta. Am Wochenende haben die Kneipen auch bis in die späten Abendstunden geöffnet. Discotheken werden in Barcelona meist erst gegen 03:00 besucht.

Strom

In Spanien funktionieren die Elektrogeräte wie in Deutschland bei einer Netzspannung von 220/230 Volt Wechselstrom. Wenn Sie Geräte mit Euro-Flachstecker besitzen, sollten Sie diese ohne Probleme in Barcelona nutzen können. Die so genannten Schuko-Stecker passen auch in die spanischen Steckdosen, jedoch weisen die Steckdosen üblicherweise keine Übertragung des Schutzkontaktes auf. Dies kann im Störfall dazu führen, dass die Schutzerdung nicht gewährleistet ist.

Alkohol/Rauchen

Jugendlichen unter 18 Jahren ist der Konsum von Alkohol und Zigaretten nicht gestattet. Seit 2006 herrscht in Spanien ein neues Rauchergesetz. Das Rauchen ist seitdem in Einkaufszentren und anderen öffentlichen Einrichtungen und Verkehrsmitteln verboten. Das Rauchen in Kneipen und Restaurants ist nur noch mit Einschränkungen erlaubt. Die Restaurants müssen dafür vorgesehene Raucherecken einrichten.

Telefonieren/Mobil/Internet

Die Ländervorwahl von Spanien ist die 0034, um nach Barcelona telefonieren zu können müssen Sie noch die 93 dranhängen. Die Telefonzellen können mit Münzen oder Telefonkarten und zum Teil mit der Kreditkarte genutzt werden. Telefonkarten können Sie in Tabakläden oder bei der Post kaufen. Wenn Sie einen ruhigeren Platz zum Telefonieren suchen, können sie die so genannten Locutorios besuchen. Dort wird Ihnen eine Kabine zugeteilt, nach dem Telefonat wird dann gezahlt. Sie können auch Ihr deutsches Handy in Spanien nutzen, erkundigen Sie sich am besten bei ihrem Mobilfunkanbieter über die besten Tarife und die Kosten. In Barcelona finden Sie viele Internetcafés, in denen Sie für ein paar Euro das World Wide Web nutzen können. Vermeiden Sie jedoch die Cafés in Ramblas, da diese im Verhältnis ziemlich teuer sind.

Touristeninformation
Centre Informació Turisme de Barcelona
Placa de Catalunya 17
08002 Barcelona
Telefon: 0034 93 285 3834
info@barcelonaturisme.com

Zusammenfassung
Datum
Gegenstand
Ich liebe Barcelona die Stadt der absoluten Gegensätze
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18. Oktober 2018