Auswandern ja, aber richtig

Unbedarftheit und mangelnde Vorbereitung führen zum Scheitern



In den vergangenen Jahren ist die Zahl derer, die Deutschland verlassen haben, um im Ausland noch einmal ein neues Leben zu beginnen, spürbar angestiegen. Allein im Jahr 2017 waren es circa 1,1 Millionen Menschen. Die Beweggründe dafür sind sehr vielfältig. Oft entschließen sich beispielsweise Rentner dazu, den letzten Teil ihres Lebens dort zu verbringen, wo es deutlich wärmer und sonniger ist als bei uns. Nicht selten ist das sogar gesundheitlich bedingt. Wieder andere haben hier den Glauben an eine Perspektive für die Zukunft verloren, beispielsweise durch anhaltende Arbeitslosigkeit, familiäre Schwierigkeiten oder Trennungen. Bei wieder anderen ist es der Wunsch nach einem Umbruch, die Sehnsucht, noch einmal alles auf null zu drehen und das zu machen, was einem wirklich Spaß macht.

Unbedarftheit und mangelnde Vorbereitung führen zum Scheitern

Der Wunsch allein, ist er auch noch so gut begründet oder nachvollziehbar, bringt noch keinen Erfolg. Sehr viele Auswanderer scheitern bereits nach kürzester Zeit, müssen zurückkehren und haben hier gleichzeitig oft alles verloren. Ganze TV-Formate leben inzwischen fast ausschließlich von diesen Fällen, weil Scheitern auf dem Bildschirm immer beliebter ist als Erfolgsstorys. Leider jedoch scheint der Lerneffekt begrenzt, denn auch nach vielen Jahren scheitern zahlreiche Auswanderer an den einfachsten Dingen. Oder erliegen dem Trugschluss, dass im Ausland alles einfacher ist und einem die Aufträge, Kunden oder auch Freunde von ganz allein in den Schoß fallen. Das ist jedoch mitnichten der Fall, und schon gar nicht, wenn die Grundlage zur Kommunikation nicht gegeben ist.

Ohne dieselbe Sprache funktioniert es nicht

Tatsächlich wandern zahlreiche Menschen aus, ohne auch nur ein Wort der Sprache des Landes zu sprechen, in dem sie ihre Zukunft verbringen wollen. Das trifft gerade für spezielle Urlaubsregionen sehr häufig zu, weil der Glaube, die Leute dort würden ohnehin Deutsch sprechen, überwiegt. Natürlich sprechen zum Beispiel auf Mallorca sehr viele Einheimische sowohl Deutsch als auch Englisch, weil sie im Tourismusgewerbe arbeiten und gerade die Deutschen dafür bekannt sind, genau das zu erwarten. Als Auswanderer kehrt sich genau diese Erwartungshaltung aber um. Wer auf Mallorca zu den Behörden muss, um all die Formulare auszufüllen, die nötig sind, um dort eine Aufenthaltsberechtigung und Arbeitserlaubnis zu erhalten, möglicherweise ein Gesundheitszeugnis, der eine Wohnung mieten oder kaufen möchte, zum Arzt muss oder vieles andere mehr, der wird schnell merken, dass es nicht funktioniert, ohne sich anzupassen und die Sprache zu sprechen. Darum sollte es, sobald der Wunsch nach einer Umsiedelung ins Ausland konkret wird, immer der erste Schritt sein, die dortige Sprache zu lernen. Erst dann kann in enger Zusammenarbeit mit einem Makler geklärt werden, ob für den Erwerb von Immobilien Mallorca infrage kommt und welche Inselregion am besten zu den individuellen Wünschen passt. Selbstverständlich gibt es Makler aus Deutschland, die vor Ort tätig werden und sich auskennen, zumal sie genau diese Problematik beherzigen und beide Sprachen beherrschen. Auch die Integration – sowohl privat als auch geschäftlich – wird nur funktionieren, wenn die Kommunikationsebene stimmig ist und die Einheimischen hier ein Engagement erkennen.

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Auswandern aber richtig! Die Frage ist wie man es am besten anstellt....
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17. October 2018