Die Top 15 Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria

Gran Canaria, das sind 1.560 Quadratkilometer Vulkangestein mitten im Atlantik. Nur etwa 240 Kilometer westlich von Afrika gelegen gehört dieses Eiland zu den schönsten Reisezielen für Europäer und Menschen aus aller Welt. Vielen ist diese Insel als Urlaubs- und Partyhochburg bekannt.

Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Die klimatischen Bedingungen dort zählen zu den besten und gesündesten weltweit. Und keiner sollte es verpassen, Gran Canaria näher zu erkunden. Die Bettenburgen im Süden der Insel sind schnell verlassen und innerhalb weniger Minuten befinden Sie sich inmitten einer anderen Welt. Die abwechslungsreiche Flora reicht von exotischen, subtropischen Pflanzen, über ausgedehnte Kiefernwälder bis hin zu widerstandsfähigen Wüstengewächsen. Die Bergwelt ist atemberaubend und kann mancherorts in Schönheit und Dimensionen mit dem Grand Canyon mithalten.

Gran Canaria bietet unzählige Sehenswürdigkeiten, die zu besuchen lohnenswert sind. Zu erreichen sind sie alle mit einem Mietwagen. Wer es bequemer mag und im Urlaub auf das Autofahren verzichten will, kann die meisten der emblematischen Stellen auch während eines organisierten Ausflugs besuchen. Eine riesige Auswahl dieser Ausflüge auf Gran Canaria finden Sie bei CANCO Gran Canaria. CANCO hat für Sie nachfolgend die Top 15 Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria zusammengestellt. Viel Spaß beim entdecken.

Platz 1 – Die Dünen von Maspalomas

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Die Dünen von Maspalomas

Die Dünen von Maspalomas gehören zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten von Gran Canaria.


Mit einer Grundfläche von etwa 400 Hektar auf einer Länge von zirka sechs Kilometern und einer Breite zwischen einem und zwei Kilometern kommt schnell das Gefühl auf, sich inmitten einer riesigen Sandwüste zu befinden. Einige der Wanderdünen erheben sich mit mehr als zehn Metern und bewegen sich bis zu fünf Meter im Jahr.

Die Dünen wurden 1987 zum Naturschutzgebiet erklärt, nachdem festgestellt wurde, dass der schnell wachsende Tourismus das Ökosystem der Dünen massiv störte. Die Dünen sind Heimat einiger endemischer Tierarten, wie beispielsweise die Kanarische Eidechse, die mit einer Länge von bis zu 80 Zentimetern zur größten Art auf den Kanaren zählt. Und viele Zugvögel rasten oder überwintern hier. Wenn Sie die Dünen besuchen wollen, folgen Sie stets den ausgewiesenen Pfaden und vergessen Sie Sonnencreme und Fußbekleidung nicht.

 

Platz 2 – Der Jardín Canario, Botanischer Garten

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Jardín Canario

Der schwedische Botaniker Eric Ragnor Svensson machte sich in den 1950er Jahren an die Verwirklichung seines Traums.


In Zusammenarbeit mit der Inselregierung von  Gran Canaria erschuf er einen botanischen Garten, der alle endemischen Pflanzenarten des kanarischen Archipels und der anderen Inseln Makaronesiens umfassen sollte.

Auf über 27 Hektar ist der Garten terrassenförmig angelegt und beherbergt die meisten der fast 600 endemischen Pflanzenarten der Kanaren. Sie werden überwältigt sein, von den teils riesigen Sukkulenten, den Drachenbäumen und der bunten, tropischen Artenvielfalt. Der größte Teil des Gartenareals ist kostenlos für die Öffentlichkeit zugänglich. Im wissenschaftlichen Teil werden Forschungen und eine großen Daten- und Samenbank betrieben. Der Jardín Canario befindet sich an der GC310 zwischen Tafira Alta und Almatriche Bajo.

 

Platz 3 – Der Roque Nublo, Wahrzeichen von Gran Canaria

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Roque Nublo und Teneriffa

Der „Wolkenfelsen“ macht zumeist im Winter seinem Namen alle Ehre.


Da ist der Roque Nublo oftmals von Wolken umhüllt. Dann schaut aus den Wolken nur die Spitze des fast 70 Meter hohen Monoliths heraus, der auf einem Felsplateau thront, das sich auf einer Höhe von 1.750 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Fest mit der Erde verankert, aber mit dem Himmel verbunden. So haben es die Ureinwohner Gran Canarias empfunden und den Ort am Roque Nublo zu einer heiligen Stätte gemacht. Heute gilt der Roque Nublo als das Wahrzeichen Gran Canarias und gehört zu den Sehenswürdigkeiten, die Sie auf jeden Fall besuchen sollten.

 

Platz 4 – Guayadeque, das Höhlendorf

In einer großen, mit riesigen Eukalyptusbäumen bewachsenen Schlucht befindet sich das größte Höhlendorf Gran Canarias.

Die Menschen leben dort seit Generationen. Die Wohnhöhlen bestehen zumeist aus einem Vorbau, in dem sich Wohn- und Kochbereich befinden und den Schlafhöhlen. Diese Art von Wohnungen passt perfekt zu den klimatischen Verhältnissen auf der Insel. Im Sommer bleiben die Behausungen schöne kühl, während im Winter die warme Luft im Inneren gespeichert wird. Mit hübschen kleinen Vorgärten und bunten Farben erwecken die Höhlenwohnungen das Gefühl, sich in einer anderen Welt und Zeit zu befinden.

Die freundlichen Bewohner haben sich an den täglichen Besucherstrom gewöhnt. Und manche von ihnen lassen Sie auch hinein, damit Sie einen Eindruck bekommen, wie es von innen aussieht. Vergessen Sie dabei nicht, eins der kleinen dort angebotenen Souvenirs zu kaufen. Faszinierend werden Sie die dortige Höhlenkirche und die beiden großen Höhlenrestaurants finden.

 

Platz 5 – Der Pico de las Nieves

Der Pico de las Nieves wird gemein hin als das Dach Gran Canarias gesehen.

Dort befindet sich mit 1.950 Metern der höchste Punkt der Insel. Bei klarer Sicht sind die Ausblicke fantastisch. Im Westen sehen Sie Teneriffa, im Osten an manchen Tagen sogar Fuerteventura. Das weitläufige Tal von Tirajana, in dem die Stadt San Bartolomé liegt, die Dünen von Maspalomas, die Ostküste sowie der Roque Nublo, der Roque Bentaiga und der Tafelberg von Acusa liegen Ihnen zu Füßen. Dieses Panorama werden Sie so schnell nicht vergessen.

Manchmal wird die „Schneespitze“ im Winter ihrem Namen gerecht. Kaum vorstellbar, dass Sie an solchen Tagen von Ihrer Sonnenliege am Strand aufstehen können, um dann in etwa 20 Kilometern Luftlinie und 1:30 Stunden Autofahrt eine Schneeballschlacht machen zu können. Auch das ist Gran Canaria, eine Insel der Gegensätze.

 

Platz 6 – Fataga, malerisches Bergdorf

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Fataga

Dieses verschlafene Bergdorf liegt etwa auf halbem Weg zwischen Maspalomas und San Bartolomé de Tirajana.


Umgeben von riesigen Berghängen und umrahmt von schier endlos erscheinenden Palmenhainen gehört dieses Dorf zu den schönsten von ganz Spanien. Die liebevoll erhaltenen teils historischen kanarischen Häuser und die schmalen Gässchen werden auch Sie in ihren Bann ziehen.

Verweilen Sie einen Moment im Schatten der riesigen Ficusbäumen auf dem Dorfplatz und genießen einfach das Ambiente und die Ruhe. Essen und Trinken können Sie dort in einem der Restaurants natürlich auch.

 

Platz 7 – Cuevas Cenobio de Valerón, archäologische Höhlenstätte

Vor etwa 800 Jahren haben die Ureinwohner Gran Canarias – die Guanchen – in dieser Felswand etwa 300 Höhlen, bzw. Kammern angelegt.

Diese sind teils durch Gänge oder in Felsen gehauene Pfade miteinander verbunden. Die Menschen nutzten diese Kammern, um dort Getreide wie bspw. Gerste oder Weizen und andere Nahrungsvorräte zu lagern. Einige dieser Höhlen wurden auch von denen bewohnt, die diese Vorratsspeicher bewachten und beschützten. Diese archäologische Stätte finden Sie an der GC2 in der Nähe von Gáldar im Norden und ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

 

Platz 8 – Die Kathedrale Santa Ana in Las Palmas

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Kathedrale Santa Ana

Die spanischen Konquistadoren ließen sich wenig Zeit.


Gleich nach der Eroberung der Insel wurde im Jahre 1497 mit dem Bau der Kathedrale begonnen. Sie ist Sitz des Bischofs für die drei östlichen Kanareninseln Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote.

Die Kathedrale steht im Zentrum von Vegueta, der Altstadt von Las Palmas de Gran Canaria, beherbergt das größte Archiv der Kanaren und verfügt über eine teils historische Bibliothek, deren ältesten Werke aus dem 16. Jahrhundert stammen. Besonders spektakulär sind die beiden Türme. Auf einen der beiden können Sie hinaufsteigen und Las Palmas aus der Vogelperspektive bewundern.

 

Platz 9 –  Die Kaffeeplantage Los Berrazales

Haben Sie schon einmal gehört, dass in Europa Kaffee angebaut wird? Nein? Doch!

Gran Canaria ist das einzige – wenn auch kleine – Kaffeeanbaugebiet in Europa. Im Tal von Ageate im Dorf San Pedro befindet sich die inzwischen berühmte Finca Los Berrazales. Dort wird neben Wein und Orangen auch Kaffee der Sorte Arábica Typica angebaut. Mit einer Produktion von etwa 1,5 Tonnen Rohkaffee im Jahr gehört diese Plantage eher zu den Spezialitätenkaffeeproduzenten. Als solcher ist der dortige Kaffee auch von der SCAA (Specialty Coffee Association of America) als einziger in Europa anerkannt.

Der in der fünften Generation geführte Familienbetrieb bietet allen Interessierten Führungen, Workshops und Degustationen. Und kaufen kann man diese raren Bohnen dort auch. Umgeben von Orangenbäumen, Weinhängen und der Kaffeerösterei schwirren die verschiedensten Gerüche durch die Luft. Die Finca ist liebevoll angelegt und gepflegt. Jeder der hier herkommt fühlt sich wohl. Also das sollten Sie nicht verpassen, einen leckeren Kaffee Arábica Typica von Gran Canaria.

 

Platz 10 – Anfidelmar, Karibikstrand in Europa

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Der Strand von Anfidelmar

Die Hotelferienanlage Anfi, die zwischen Arguineguín und Puerto Rico liegt, gehört zu den schönsten und exklusivsten der Insel.


Als die Bauarbeiten für das Anfi Ende der 1990er Jahre begannen, haben die Bauherren etwa 11.000 Tonnen feinen, weißen Karibiksand herbeigeschafft und damit den Strand erschaffen. Eingerahmt von hohen Palmen und dem türkisfarbenden Wassers des Atlantiks, tauchen Sie beim Sonnenbaden am Anfi-Strand schnell in das Karibikflair ein. Wenn Sie sich noch einen kühlen exotischen Cocktail von einer der dortigen Bars gönnen, wird die Illusion perfekt.

Besuchen Sie bei dieser Gelegenheit noch die in Herzform angelegte Insel, die über eine kleine Brücke erreichbar ist und chillen etwas im dortigen Beach Club „Maroa Club de Mar“.

 

Platz 11 – Der Bandama Krater, erloschener Vulkan

Als ein sehr gut erhaltener Zeuge der vulkanischen Aktivitäten der Insel sollte der im Nord-Osten bei Santa Brígida gelegene Badama Krater auf jeden Fall mit auf die Ausflugsliste.

Leicht mit dem PKW erreichbar, können Sie vom 574 Meter hohen Rand des Kraters in die 216 Meter tiefe Caldera schauen. Mit einem Durchmesser von etwa einem Kilometer gehört er nicht zu den größten Vulkankratern von Gran Canaria. Gerne können Sie zum Grund wandern. Dabei werden Sie an wilden Olivenbäumen, Agaven, Eukalyptusbäume und unzähligen Natternköpfen vorbeikommen.

 

Platz 12 – La Fortaleza, letztes Schlachtfeld

Der Legende nach haben sich der letzte Anführer der Guanchen Bentejuí und sein Schamane schreiend von der Fortaleza zu Tode gestürzt.

Dies erfolgte aus Protest darüber, dass sich die Ureinwohner Gran Canarias nach der letzten blutigen Schlacht an diesem Felsen den spanischen Eroberern ergeben mussten. Der Wahrheitsgehalt dieser Legende wird heute allerdings heftig bezweifelt. Tatsächlich gehen archäologische Untersuchungen davon aus, dass dieser Bereich bereits vor mehr als 800 Jahren von den Ureinwohnern bewohnt wurde.

Felsmalereien, Steinstrukturen und Wälle weisen auch auf die Nutzung als Grab- und Kultstätte hin. Der gesamte Bereich wurde zum geschützten Kulturdenkmal erklärt. Er steht Besuchern jedoch offen. La Fortaleza befindet sich kurz vor Santa Lucía, aus Richtung Vecindario kommend.

 

Platz 13 – Tufia, verträumtes Fischerdörfchen

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Tufia

Tufia liegt etwas versteckt an der Ostküste ganz in der Nähe von Telde.


Es ist ein kleines Fischerdörfchen, deren Häuser sich in die kleine felsige Bucht, direkt am schwarzen Vulkansandstrand drängen. Ein paar der Wohnungen sind auch in den Felsen gehauen und geben diesem Ort zusätzlich ein etwas mythisches Flair.

Am Strand liegen die kleinen Bötchen, mit denen die Einheimischen hinaus fahren, um für den Eigenbedarf oder für kleine Märkte Fische und Meeresfrüchte aus dem Atlantik zu holen. An manchen Tagen kommen jedoch solch hohe Wellen dort an, dass man weder baden, noch mit dem Boot hinaus fahren kann. Tufia gehört zur Kategorie Geheimtipp, und Sie sollten es nicht auslassen, diesem Ort einen Besuch abzustatten.

 

Platz 14 – Die Rumfabrik in Arucas

Top 15 Sehenswürdigkeiten Gran Canaria

Rumfabrik Arehucas

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wird in Arucas im Norden Gran Canarias der Rum der Marke Arehucas gebrannt.


Inzwischen wird Arehucas neben dem spanischen Festland in mehr als 10 Länder exportiert. Der Rum von Gran Canaria hat sich längst als Qualitätsgetränk etabliert. In den zahllosen Fässern in der Fabrik reifen verschiedene Rumsorten. Der teuerste Rum, den die Hersteller „Captain Kidd“ nennen, muss 20 Jahre reifen, bevor er in eine Flasche gefüllt wird. In Deutschland ist eine 0,7 Liter Flasche online ab 149 EUR erhältlich.

Hier auf Gran Canaria lädt die Fabrik nahezu täglich Besucher für Rundgänge und Verkostungen ein. So lernen jährlich etwa 45.000 Menschen diese außergewöhnliche Destellerie auf Gran Canaria kennen.

 

Platz 15 – Parque Cactualdea, größte Kaktussammlung Europas

Auf der Westseite der Insel befindet sich ein ruhiger Ort namens La Aldea de San Nicolás.

Dort öffnet täglich die größte Kaktusausstellung Europas auf 15.000 Quadratmetern ihre Pforten. Und mit „größte“ ist nicht nur die Anzahl der 1.200 verschiedenen Kakteenarten gemeint, die hier auf Sie warten, sondern auch die schlichte Höhe von so manchem Kaktus. Der größte der stachligen Bewohner dort misst ganze sechs Meter und ist als Fotomotiv beliebter als einige Promis.

Gemütlich können Sie die gepflasterten Pfade entlang schlendern und müssen Ihrem Erstaunen kein Einhalt gebieten. Ergänzt werden die pflanzlichen Hauptdarsteller von Palmen, Aloen und Wolfsmilchgewächsen. Es kann sein, dass Esel, Hühner, Pfauen, Enten oder Schildkröten ihren Weg kreuzen, denn die dürfen dort – wie Sie – ebenfalls frei umherlaufen. Für das leibliche Wohl sorgt dort das Kaktusrestaurant mit leckeren Tapas und erfrischenden Getränken.

Zusammenfassung
Datum
Gegenstand
Daniel Grassmann
Rating
51star1star1star1star1star
5. Juni 2018

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.