Spanisch – Weltsprache mit vielen Dialekten

Diana Blein

Diana Blein

Hallo mein Name ist Diana und ich bin die Redeakteurin von Super Spanisch.de.

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Spanisch – Weltsprache mit vielen Dialekten

Spanisch ist in der Rangliste der meist gesprochenen Sprachen der Welt nach Chinesisch, Englisch und Hindi auf Platz Vier. Die meisten Sprecher dieser Sprache leben in Mexiko, der Karibik, Süd- und Mittelamerika, sowie natürlich in Spanien. Außerhalb der iberischen Halbinsel unterlag die Entwicklung der Sprache naturgemäß ganz unterschiedlichen Einflüssen: Zum Beispiel mischten sich Vokabeln indigener Sprachen in den Sprachgebrauch in Regionen Südamerikas.

Regionale Besonderheiten

Landessprache ist das Spanische bzw. Kastilische (Castellano). Daneben existieren allerdings weitere offizielle Amtssprachen sowie zahlreiche Dialekte und Mundarten, wie man das auch im Deutschen kennt. Castellano wird in ganz Spanien gesprochen und ist die offizielle Landessprache.

Während das Mallorquinische sich vom Katalanischen ableitet, wird zum Beispiel an der viel bereisten Costa del Sol Andalusisch gesprochen. Hierbei handelt es sich um eine regionale Mundart des Castellano. Für die meisten ist Andalusien so typisch spanisch, wie für nicht Deutsche Bayern das Bild von Deutschland prägt. Und fast so prägnant sind auch die Eigenheiten der vorherrschenden Ausdrucksweisen.

Im äußersten Süden der iberischen Halbinsel trifft man in Gibraltar, das zu Großbritannien gehört, zudem auf den eigentümlichen Dialekt “Llanito”. Llanito ist eine andalusisch-basierte Kreolsprache mit starken Einflüssen aus dem Englischen, sowie verschiedener südeuropäischer Sprachen. Gibraltar ist für Reisende ein attraktives Ausflugsziel. Als Wirtschaftspartner ist es für die Region von großer Bedeutung.

Arbeitsmöglichkeiten bietet das britische Überseegebiet auch für Auswanderer und das Modell, in Spanien zu leben und in Gibraltar zu arbeiten, ist seit langer Zeit für viele europäische Residenten lukrativ. Die Casino-Branche bietet gute Chancen, auch als deutscher Spanien-Resident Arbeit zu finden. Bedeutende Glücksspielanbieter halten an Gibraltar als Hauptstandort fest. Egal ob als Urlauber oder Resident: der Zugang zu lizenzierten Online Casinos ist in Spanien leicht möglich. So kann man dem Spaß am Spiel beispielsweise im 888 Casino bedenkenlos nachgehen.

Bedenken hat man in Gibraltar und dem angrenzenden spanischen Umland allerdings wegen des Brexit: etwa 15.000 Menschen überqueren die Grenze täglich auf dem Weg zur Arbeit. Welche Veränderungen auf sie zukommen, bleibt abzuwarten. Andalusien ist eine touristisch gut frequentierte Region mit starkem wirtschaftlichen Fokus auf die Produktion von Agrargütern. Reisenden bietet Andalusien neben den attraktiven Möglichkeiten für Strandurlaube reizvolle Naturlandschaften und kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Sprachlicher Reichtum

Den verschiedenen Dialekten übergeordnet sind die unterschiedlichen Sprachen, die in Spanien gesprochen werden: Die gleichberechtigten Amtssprachen (lenguas cooficiales) sind Baskisch (euskera) im Baskenland und Navarra, Galizisch (galego) in Galicien und Katalanisch (catalán) in Katalonien.

Wer gerne reist, hat bestimmt bereits bemerkt, dass die Sprache inklusive Akzente und Redewendungen in verschiedenen Orten auf dem Festland oder den Inseln sehr unterschiedlich sein kann. Regionen, die als Reiseziel besonders beliebt sind, weisen mehr oder weniger stark differenzierte sprachliche Besonderheiten auf.

Die neben dem Castellano existierenden Sprachen, konnten sich nur zum Teil gemäß dem jeweiligen Autonomiestatus als Amtssprache durchsetzen. Als eigene Sprachen können gelten:

  • Asturianisch (Asturiano oder Bable)
  • Baskisch
  • Galizisch
  • Katalanisch / Aranesisch (Val d’Aran)
  • Mallorquinisch
  • Baskisch
  • Valenzianisch

Zweisprachigkeit ist für viele Spanier ganz alltäglich. Das Baskische nimmt dabei eine Sonderstellung ein, denn es gehört als isolierte Sprache nicht zu den romanischen Sprachen.

Dialekte in Spanien

Weitere regionalsprachliche Unterschiede bilden auch die zahlreichen Dialekte in Spanien. Allein das Castellano, das wir gemeinhin als Spanisch verstehen, unterscheidet sich in Aussprache, Betonung und auch der Wortwahl teilweise stark voneinander.

Das Kastilische entwickelte sich ursprünglich im Norden Spaniens und auch heute noch sagt man den Bewohnern dieser Region eine besonders deutliche, vergleichsweise reine Aussprache nach. Im übrigen Spanien besonders weit verbreitet ist der Madrileño-Dialekt. Er gilt als Verbindungsstück zwischen dem Andalusischen im Süden und dem im Norden gesprochenen Spanisch.

 

Der andalusische Dialekt ist wahrscheinlich der markanteste unter den spanischen Dialekten und ist nach dem Madrileño am weitesten verbreitet. Beim Andalusischen handelt es sich um einen sekundären Dialekt des Kastilischen, das im Zuge der Reconquista, der Rückeroberung, seinerzeit in den Süden der iberischen Halbinsel getragen und dort weiterentwickelt wurde.

Im gesamten Verbreitungsgebiet bestehen stärkere mundartliche Unterschiede. Allgemein charakteristisch ist das Wegfallen der Aussprache des Buchstabens „s“ am Wortende, sowie das Verschlucken weiterer Konsonanten: Beispielsweise wird “pescado” wie “pescao” ausgesprochen.

Weitere Reconquista-Dialekte sind:

  • Extremeño

 

Die ist der Dialekt von Extremadura, der im Norden leonesische und im Süden andalusische Einflüsse aufweist. Das Extremeño wird durch das Castellano immer stärker regional verdrängt.

 

  • Murciano

 

In der Provinz Murcia ist diese Mundart inzwischen so gut wie ausgestorben. Das sogenannte Panocho der Huerta von Murcia wird fast nur noch in der Volksliteratur verwendet.

 

  • Canario

 

Der Dialekt der Kanarischen Inseln beinhaltet sogenannte Guanchismos, Elemente der Sprache der “guaches”, Ureinwohner der Kanaren.

 

 

Es existiert außerdem die romanische Sprache Fala. Sie stellt einen Zweig des Galizisch-Portugiesischen dar und wird heute im Nordwesten der spanischen Provinz Cáceres an der Grenze zu Portugal gesprochen.

 

In Lateinamerika gibt es weitere Dialekte. Da viele Seeleute und Eroberer von damals aus Südspanien stammten, erinnert die Aussprache in Lateinamerika bis heute vielerorts der in Andalusien. Im Laufe der Jahrhunderte jedoch entwickelten sich das iberische und das lateinamerikanische Spanisch unterschiedlich. Besonders auffällig ist, dass in Lateinamerika gewöhnlich eine einzige Form der zweiten Person Plural verwendet wird: „ustedes“ (formal/familiär). Während Kastilisch zwei Formen besitzt: „ustedes“ (formal) und „vosotros“ (familiär/informal).

Verständigung

Wer Castellano spricht, wird eigentlich in allen spanischsprachigen Regionen verstanden.

Doch begegnen dem Lernenden regional unterschiedliche Sprechweisen und fordern ihn heraus, sich mit ihnen auseinanderzusetzen. Das kann sowohl interessant, wie auch sehr unterhaltsam sein und die lokale Bevölkerung nimmt die individuellen Bemühungen meist sehr wohlwollend zur Kenntnis. Wer mit Einheimischen über die Sprachvielfalt diskutieren möchte, sollte allerdings mit Bedacht vorgehen: Mit den Themen Separatismus und Sprachpolitik kann man sich in Spanien sehr schnell auf unsicheres Terrain begeben.

 

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