Die Balearen - Urlaubshochburgen vor der Küste Spaniens - super-spanis

Die Balearen - Mallorca, Ibiza, Menorca

Urlaubshochburgen vor der Küste Spaniens


Für viele Pauschaltouristen bestehen die Balearischen Inseln nur aus Strand, Sonne und Alkohol. Dabei setzen sich die Balearen aus den drei Hauptinseln Mallorca, Menorca, Ibiza und dem kleineren Formentera sowie aus zahlreichen kleineren Felseneilanden zusammen. So verschieden wie die Leute sind, die hier ihren Urlaub verbringen, so verschieden sind auch die Geschichten der einzelnen Inseln.

Geschichte der Balearen

Die frühesten menschlichen Gerätschaften, die man auf den Balearen fand, sind Gefäße und Werkzeuge, die wohl aus der Jungsteinzeit stammen. Im siebten Jahrhundert vor Christi Geburt richten die Karthager auf Menorca und Ibiza Handelsstützpunkte ein. Nach den Punischen Kriegen erobern die Römer 122 v. Chr. Mallorca und Menorca. Später im fünften Jahrhundert n. Chr. fallen die Vandalen auf den Inseln ein und verwüsten sie fast vollständig. Sie werden von den Mauren im achten Jahrhundert vertrieben, welche fast ein halbes Jahrtausend auf den Inseln bleiben.

Ibiza.Im Jahre 1229 kommt Jaime I., der König von Aragón, einem kleinem spanischen Reich mit der Hauptstadt Barcelona. Er nimmt die Insel Mallorca und sechs Jahre später Ibiza ein. Auf Menorca halten sich die Mauren zwar noch bis 1287, aber es hilft nichts. Fast alle maurischen Hinterlassenschaften werden zerstört, Ortsnamen umbenannt, die Bewohner christianisiert. In den darauf folgenden Jahrhunderten wurden die Balearen von maurischen und türkischen Piraten überfallen.

Irgendwann im 17. Jahrhundert bekommen die Einheimischen selber Spaß an der Seeräuberei. Sie bauten kleine, flinke Segelschiffe, die sie in ihren zahlreichen Buchten versteckten, um harmlos vorbeifahrende Handelsschiffe zu überfallen. Sie werden zu Experten auf dem Gebiet der Piraterie. Diese Überfälle halten an, bis 1708 Engländer auf den Inseln landen und sie kurzerhand besetzten. Sie bleiben ein knappes Jahrhundert und werden von spanischen Herrschern abgelöst.

Die Vorgänger der heutigen Touristen tauchen im 19. Jahrhundert auf. Es sind Leute wie der berühmte George Sand, Chopin und der Erzherzog Ludwig Salvator von Österreich. Sie tragen mit ihren Werken dazu bei, die Schönheit der Insel im Ausland bekannt zu machen.

Mallorca

Kaum ein Ferienziel Europas erfreut sich solchen Zulaufs wie diese Insel. Europas beliebtestes Ferienziel empfängt mittlerweile jährlich mehr etwa 10 Millionen Besuchern. Knapp 40 Prozent davon kamen aus Deutschland. Auch wenn die Insel noch so schön ist, hinterlassen die Touristenströme ihre Spuren. Erst neuerdings beginnen von der Inselregierung erlassene Baustopps die Schaffung weiterer Urbanisationen und Bettenburgen zu bremsen. Im Inneren der Insel findet man jedoch noch sehr viel schöne Dörfer und Landschaften vor.

Die mallorquinische Mundart ist auf Mallorca vor dem Castellano offiziell erste Sprache und hat in Amtsstuben und auf Wegweisern das Spanische fast verdrängt. An den Schulen wird verstärkt Mallorquín und Catalán unterrichtet.


Ibiza

Ibiza.

Die weißgetünchten, kubischen Bauten auf Ibiza rufen ein wenig die Anwesenheit der Karthager ins Gedächtnis und erinnern fast an nordafrikanische Dörfer. Ende der sechziger Jahre wurde Ibiza durch die Hippiebewegung berühmt, welche die Insel zum Paradies der Gegenkultur erkor. Heute ist davon nicht mehr so viel zu spüren, der Massentourismus hat schon längst eingesetzt.


Menorca

Menorca.

Die kleine Schwester Mallorcas ist ein Naturparadies. Vor allem die vielen kleinen Buchten sind ein beliebtes Skipperziel. Oft ist der Andrang auf Anlegeplätze höher als der auf Hotelbetten. Seit 1981 als Reservat der Biosphäre deklariert, ist Menorca vom Massentourismus verschont geblieben und dient den reichen Mallorquinern als Fluchtinsel.

Formentera

Ist ein Badeparadies mit klarstem Wasser, wo man selbst in der Hochsaison oft noch einen ruhigen Platz an einem der vielen Strände findet.


von Stefan Schunk

Gebrauch von Cookies

Wir verwenden Cookies, um dir den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn du auf der Seite weitersurfst stimmst du der Cookies Nutzung zu.